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Planetenmetalle



Unter Planetenmetallen versteht man diejenigen Metalle, die im Altertum den damals bekannten Planeten zugeordnet wurden.

Etwa im 9. bis 7. Jahrhundert vor Christus wurde jedem der sieben mit bloßem Auge sichtbaren Wandelsterne des geozentrischen Weltbildes eines der damals bekannten Metalle zugeordnet. Diese sollten die charakteristischen Eigenschaften der jeweiligen Planetengottheit widerspiegeln; beispielsweise das Waffenmetall Eisen den Kriegsgott Ares beziehungsweise Mars, oder das Spiegelmetall Kupfer die Liebes- und Schönheitsgöttin Venus.

Planet/Gottheit Metall
Sonne Gold
Mond Silber
Merkur Quecksilber
Venus Kupfer
Mars Eisen
Jupiter Zinn
Saturn Blei

Diese Planetenmetalle behielten ihre Bedeutung bis in die frühe Neuzeit und waren ein wichtiger Bestandteil alchemistischer und astrologischer Lehren. In der dadurch beeinflussten Paracelsusmedizin etwa spielten sie eine wesentliche Rolle. Noch heute werden die Planetenmetalle, homöopathisch dosiert, in der anthroposophischen Medizin verwendet. Im Rahmen siebentägiger "Metallkuren" soll dabei gleichzeitig die Verbindung zwischen Planetengottheiten und den diesen zugeordneten Wochentagen hergestellt werden.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Planetenmetalle aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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