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Plastifizierung



Plastifizierung bezeichnet den Übergang eines Stoffes vom festen in einen verformbaren oder fließfähigen Zustand, um die Weiterverarbeitung zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

In der Kunststoffherstellung ist Plastifizierung das Umwandeln von pulverförmigen oder granulatförmigen Kunststoffen. Hierbei werden in Verarbeitungsmaschinen (z. B. Extruder, Kalander oder Spritzgussmaschinen) die Kunststoffe über ihre spezifischen Schmelztemperaturen erhitzt, so dass sie eine heiße, homogene Kunststoffmasse bilden. Ist der Kunststoff dann plastifiziert, kann er im weiteren Prozess zu z. B. Rohren, Platten, Folien oder Spritzgussteilen ausgeformt werden.

Holz wird durch Dampfbehandlung plastifiziert, um es anschließend biegen oder pressen zu können. Auch die chemische Holzbehandlung bei der Fertigung von MDF- oder Spanplatten wird als Plastifizierung bezeichnet.

Außerdem versteht man unter Plastifizierung das Überziehen eines Gegenstands mit einer Schutzschicht aus Plastik. Metallgegenstände und Drähte z. B. werden (v. a. aus Kostengründen) plastifiziert, statt sie zu verzinken, um sie vor Rost zu schützen.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Plastifizierung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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