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Reversed field pinch



Ein reversed-field pinch (RFP) ist eine Anlage um Fusionsplasma einzusperren. Sie ist ein toroidaler Pinch (engl. für Quetsche), welcher eine einzigartige Magnetfeldkonfiguration benutzt, um Plasma magnetisch einzusperren. Sie wird hauptsächlich für die Fusionsforschung verwendet. Die Magnetfeld-Geometrie unterscheidet sich ein wenig von dem bekannteren Tokamak. Wenn man sich radial nach außen bewegt, kehrt die torodiale (s. Bild) Komponente des Magnetfeldes sein Richtung um. Diese Eigenschaft wird durch den Namensteil "reversed field" beschrieben. Diese Konfiguration kommt im Vergleich zum Tokamak bei gleicher Energiedichte mit schwächeren Magnetfeldern aus. Ein Nachteil dieses Anlagentyps ist, dass er zu größeren nicht-linearen Effekten und Turbolenzen neigt. Dies macht ihn zur idealen Vorrichtung um nicht-ideale (resistive) Magnetohydrodynamik zu untersuchen. RFPs werden außerdem für das Studium von Astrophysikalischem Plasma, da es viele Gemeinsamkeiten gibt.

Die größte Reversed Field Pinch Anlage, die gegenwärtig arbeitet ist das Reversed-Field eXperiment. Weiter sind unter anderem der Madison Symmetric Torus, EXTRAP T2R in Sweden, und TPE-RX in Japan.

 

Eigenschaften

Anders als der Tokamak, der viel stärkere Magnetfelder in der toroidalen Richtung wie in der poloidalen Richtung verwendet, sind beim RFP die Feldstärken in beiden Richtungen vergleichbar stark (obgleich das Vorzeichen in der toroidialen Richtung wechselt). Außerdem hat der RFP eine Feldstärke von ungefähr einem Zehntel bis zur Hälfte eines vergleichbaren Tokamak. Zudem beruht der RFP auf dem Induzieren von Strom in das Plasma um das Feld von Magneten durch einen Dynamo-Effekt zu verstärken.

Vorteile

Ein RFP bietet mehrere potentielle Vorteile. Ein Vorteil ist, dass es keine bekanntes ß-Limit. ß ist ein Parameter, der den durchschnittlichen Druckgradient zur magnetische Feldstärke in Beziehung setzt. Für praktische Zwecke kann ß als Begriff der relativen Effizienz betrachtet werden (dies gilt nicht exakt, kann aber als Abschätzung dienen).

  • natürliches Plasma
  • ökonomisch
  • kompakt
  • hohe Energiedichte (minimale Energie, stabil)
  • zündet ohne äußere Aufheizung des Plasmas

Magnetische Topologie

Der RFP arbeitet nach dem Prinzip der minimalen Energie. D.h. dass das die potenzielle Energie eines geladenen bewegten Teilchens entlang einer Linie im RFP minimal ist.

Die magnetischen Feld-Linien wickeln sich locker um das Zentrum eines Torus. Innerhalb des Plasmarings kehrt sich das toroidale Magnetfeld um. Die Feldlinien wickeln sich damit in umgekehrte Richtung weiter.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Reversed_field_pinch aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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