Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Rhône-Poulenc



Rhône-Poulenc ist ein ehemaliger französischer Pharma- und Chemiekonzern. 1998 entstand durch die Zusammenlegung der Sparten Chemie, Fasern und Polymere die französische Unternehmensgruppe Rhodia S.A.. Die restlichen Bereiche, u.a. der Pharmabereich von Rhône-Poulenc fusionierten Ende 1999 mit dem deutschen Konzern Hoechst AG zur Aventis mit Sitz in Straßburg, der nach einer weiteren Fusion jetzt sanofi-aventis heißt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Gegründet wurde er als Société chimique du Rhône im Jahr 1895. Das Unternehmen erfand 1911 das Zelluloseazetat. 1922 kam die im Textilbereich angesiedelte Tochterfirma Rhodiaceta hinzu. 1948 gelang mit Rhodia Inc. der Sprung nach Übersee. 1968 übernahm der Konzern die zur damaligen Zeit bedeutenden Chemieunternehmen Péchiney (Aluminium) und Progil (Chlor, Phosphat, Kunststoffe und Petrochemie). Dies wurde lange Zeit als die bedeutendste Fusion der französischen Chemieindustrie bewertet. Verschiedene Unternehmen der Feinchemie und der Schwerchemie wurden so in einem Konzern vereinigt.

Von 1982 bis 1993 befand sich das Unternehmen im Besitz des französischen Staates, der im damals schlecht laufenden Betrieb umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen durchführte. 1993 trennte sich Frankreich wieder von seinen Besitzrechten, da diese private Investitionen verhinderten. 1996 beschäftigte der Konzern 75 000 Mitarbeiter in 140 Ländern auf allen Kontinenten außer der Antarktis. Der Umsatz lag bei 86 Milliarden Francs, davon fast 80 % aus dem Geschäft außerhalb der französischen Staatsgrenzen.

1998 war Rhône-Poulenc der siebtgrößte Pharma- und Chemiekonzern der Welt.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Rhône-Poulenc aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.