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Sprühtrocknung



Die Sprühtrocknung ist ein kontinuierlich oder diskontinuierlich durchführbares Verfahren zur Trocknung von Lösungen, Suspensionen oder pastösen Massen.

Mittels einer Düse (durch Flüssigkeitsdruck oder Pressluft bzw. Inertgas betrieben) oder rotierenden Zerstäuberscheiben (4000-50000 U/min) wird das zu trocknende Gut in einen Heißluftstrom (Temperaturen je nach Apparatur bis zu 220°) eingebracht, der es in Bruchteilen einer Sekunde zu einem feinen Pulver trocknet. Die Heißluft kann in Richtung mit dem Sprühstrahl oder gegen den Sprühstrahl strömen (Gleichstrom-, Gegenstromverfahren), je nach Bauart oder Verwendungszweck.

Die Sprüheinrichtung befindet sich am oberen Teil eines Sprühturms, das anfallende Trockengut wird meist durch einen Zyklonabscheider vom Luftstrom getrennt und kann dort entnommen werden.

Meist bilden sich Hohlkugeln (20-200µm) mit großer spez. Oberfläche, welche für gewisse Produkte eine gute Löslichkeit gewährleistet.

Für empfindliche Stoffe, wie z. B. Hormone, Proteine, Vitamine und Ätherische Öle ist die Sprühtrocknung die Methode der Wahl. Weitere Beispiele für die Anwendung sind Milchpulver (Trockenmilch) und Pulverleim.

Die Sprühtrocknung dient auch als Verfahren zur Mikroverkapselung ätherischer Öle oder anderer oxidationsempfindliche Stoffe.

 
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