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Terra Nigra



  Terra Nigra bezeichnet antik-frühmittelalterliche Schwarzkeramik.

Vor dem Brand wurden die lederhart getrockneten Gefäße mit einer dicken, aber feinteiligen weißen Engobe überzogen, die Oberfläche danach mit einem Spachtel oder Glättstein poliert und somit veredelt. Dieser mechanischen Oberflächenbehandlung verdankt die Terra Nigra ihren intensiven Glanz. Im reduzierenden Brand (d. h. Drosselung der Sauerstoffzufuhr auf ein Mindestmaß) und möglicherweise durch Zufuhr von Rauch in den Töpferofen erzielte der Töpfer einen hellgrauen bzw. grauschwarzen Tonscherben und den glänzend schwarzen Überzug.

Im speziellen Sinne bezeichnet Terra Nigra zum einen eine römische Warenart der römischen Kaiserzeit, zum anderen scheibengedrehte graue Feinkeramik bzw. handgemachte braune Feinkeramik, die unter Integration römischer Einflüsse auf rechtsrheinischen ("germanischen") Traditionen basiert.

Literatur

  • R. Schreg: Keramik aus Südwestdeutschland. Eine Hilfe zur Beschreibung, Bestimmung und Datierung archäologischer Funde vom Neolithikum bis zur Neuzeit. Lehr- und Arbeitsmaterialien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (Tübingen 1998. 3. Aufl. 2007) 168ff.
 
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