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Umformgrad



Der Umformgrad wird benutzt, um die geometrische Veränderung eines Werkstücks beim Umformprozess zu erfassen. Man benötigt ihn dabei, um Kraft- und Arbeitsbedarf zwecks Maschinenauswahl näher zu bestimmen. Er ist positiv bei einer Streckung bzw. negativ bei einer Stauchung des Werkstückes.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Jede Achsenrichtung (x, y, z) am Werkstück hat dabei ihren eigenen Umformgrad. Beim Umformen bleibt das Werkstückvolumen immer erhalten. Dies wird dadurch gezeigt, dass sämtliche Umformgrade am verformten Werkstück nach dem Umformprozess zusammen wieder Null ergeben.

Da der Umformgrad in jedem Punkt des Werkstücks unterschiedlich ist, wurde der Vergleichsumformgrad eingeführt. Durch den Vergleichsumformgrad ist es möglich, die Gesamtformänderung des Werkstücks abzuschätzen.

Der Umformgrad berechnet sich aus dem natürlichen Logarithmus des Quotienten aus der aktuellen Höhe h1 zur Ausgangshöhe h0 der Probe. Diese Definition bezieht sich auf eine Zylinderstauchprobe im Bereich der Gleichmaßdehnung.

\varphi = \ln \! \left( \frac{h_1}{h_0} \right)

Beim Walzen von Blech bezeichnet man den Umformgrad in Blechdickenrichtung auch als Abwalzgrad.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Umformgrad aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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