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Zerspanbarkeit



Die Zerspanbarkeit ist ein Begriff aus der Fertigungstechnik und bezeichnet das komplexe Verhalten eines Werkstoffes bei der spanenden Bearbeitung. Sie stellt eine der wichtigsten Kenngrößen der Maschinenbauwerkstoffe dar.

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Durch spanende Bearbeitung, wie beispielsweise Drehen, Fräsen und Bohren, werden Werkstücke in ihrer Form geändert. Die Eignung eines Werkstoffes zum Zerspanen bezeichnet man als seine Zerspanbarkeit. Gut zerspanbare Werkstoffe zeigen glatte Oberflächen nach der Zerspanung, ergeben Späne, die den Fertigungsablauf nicht behindern, die Zerspankräfte sind gering sowie die Standzeit der Werkzeuge hoch. Je nach Fertigungsverfahren können durchaus unterschiedliches Verhalten vorteilhaft oder nachteilig sein.

Auf die Zerspanbarkeit nimmt der Werkstückwerkstoff Einfluss durch seine

  • chemische Zusammensetzung: Legierungsbestandteile, Begleitstoffe und Zusätze
  • eventuell erfolgte Wärmebehandlung: Gefügeart, Korngröße, Kornform, Härte und Festigkeit
  • Oberfläche: gehärtete Randzone, Oxid- oder Zunderschicht, Gusshaut

Die Zerspanbedienungen sind ebenfalls wichtigen Faktoren und setzen sich zusammen aus

  • Fertigungsverfahren: Drehen, Fräsen, Bohren usw.
  • Werkzeug: Geometrie, Steifigkeit und Schneidstoff
  • Technologie: Vorschub, Schnittgeschwindigkeit, Schnitttiefe usw.
  • Maschine: Steifigkeit, Kühlschmierstoffmenge und - form
 
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