Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

"Fingerabdruck" diffuser Protonen entschlüsselt

Der Grotthuß-Mechanismus, benannt nach dem Leipziger Naturwissenschaftler Freiherr Theodor von Grotthuß (1785-1822), erklärt qualitativ den Transport von elektrischen Ladungen in wässrigen Lösungen. Dieser spielt in alltäglichen biochemischen Prozessen, zum Beispiel der Signalübertragung in Proteinen, eine fundamentale Rolle. Doch die molekularen Details des Ladungstransports sind noch immer nicht abschließend geklärt.

Den Doktoranden Matias Fagiani und Harald Knorke aus dem Arbeitskreis von Prof. Dr. Knut Asmis des Wilhelm-Ostwald-Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig ist es nun erstmals gelungen, den spektroskopischen "Fingerabdruck" gelöster Protonen, die dem Ladungstransport zu Grunde liegen, experimentell zu entschlüsseln. Ihre Ergebnisse präsentieren sie im Wissenschaftsmagazins "Science" (Vol 354, Issue 6316, 02 December 2016).

Themen:
  • Protonen
  • Universität Leipzig
  • Grotthuß-Mechanismus
  • Spektroskopie
Mehr über Uni Leipzig
  • News

    Neu entdecktes Enzym zersetzt PET-Kunststoff in Rekordzeit

    Plastikflaschen, Obstschalen, Folien: Diese leichten Verpackungen aus PET-Kunststoff werden zum Problem, wenn sie nicht recycelt werden. Wissenschaftler:innen von der Universität Leipzig haben nun ein hocheffizientes Enzym entdeckt, das PET in Rekordzeit abbaut. Mit dem Enzym PHL7, das die ... mehr

    Stabil, effizient, umweltschonend: Forschende entwickeln vielversprechenden Wärmespeicher

    Ein neues Material zur Wärmespeicherung könnte dabei helfen, Häuser energetisch deutlich zu verbessern. Entwickelt wurde es von Forschenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Universität Leipzig. Mit ihm lässt sich überschüssige Wärme speichern und bei Bedarf wiede ... mehr

    Für das Labor auf dem Chip: Neues Thermofluidik-Verfahren entwickelt

    Forschern der Universität Leipzig ist es gelungen, winzige Flüssigkeitsmengen nach Belieben zu bewegen, indem sie Wasser über einem Metallfilm mit einem Laser ferngesteuert erhitzen. Die derart erzeugten Strömungen können genutzt werden, um winzige Objekte zu manipulieren und sogar einzufan ... mehr

  • q&more Artikel

    Zellkultur in der dritten Dimension

    Aussagen zur toxikologischen Wirkung von Chemikalien und pharmazeutischen Erzeugnissen müssen vor Markteinführung erfasst werden. Dabei spielten bis heute Tierversuche eine wichtige Rolle, diese gilt es jedoch zu vermeiden und die Tests stattdessen in organoiden Zellkultursystemen mit hoher ... mehr

  • Autoren

    Dr. Peggy Stock

    Peggy Stock, Jahrgang 1976, studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Biologie und promovierte im Jahr 2005. Seit ihrer Rückkehr von einem Forschungsaufenthalt an der University of Pittsburgh (USA) arbeitet sie in der Arbeitsgruppe Angewandte Molekulare Hepatologie um Prof ... mehr

    Dr. Katja Schellenberg

    Jg. 1984, absolvierte ihren Bachelor of Science in Molekularer Biotechnologie an der Technischen Univer­sität Dresden, bevor sie 2009 im internationalen Studiengang „Molecular Medicine“ der Charité Berlin mit dem Master of Science graduierte. Gefördert durch ein Charité-Stipendium erfolgte ... mehr

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.