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Anlauffarbe



Anlauffarben, auch Anlassfarben, sind oberflächliche, irisierende bunte Färbungen eines Stoffes, die durch Interferenz an dünnen Schichten entstehen. Sie finden sich hauptsächlich bei Metallen, aber auch auf Mineralien.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Diese Interferenz ist sehr ähnlich zu denen in Ölflecken auf Pfützen oder in Seifenblasen.

  Auf Metallen entstehen die Anlauffarben meist durch eine Oxidation der Oberfläche. Die Dicke der Oxidschicht wird durch die Tiefe bestimmt, in die die Sauerstoffatome diffundieren können. Diese Tiefe ist stark von der Temperatur abhängig. Dadurch ist es möglich, die Temperatur zu bestimmen, der ein Metall beispielsweise beim Schweißen oder Anlassen ausgesetzt war. Dies ist wichtig, da auch wichtige Materialeigenschaften wie Härte und Zähigkeit von der Temperatur abhängen. Bei Stahl findet man beispielsweise bei Erhitzung auf 200 °C blassgelbe, bei 300 °C kornblumenblaue und bei 500 °C graue (zu dicke Schicht) Anlassfarben.

Auch auf Silber bildet sich an Luft ein schwarzer Überzug aus Silbersulfid, der häufig bunt schillert.

Bei Mineralien treten Anlauffarben durch Verwitterung auf. Ein Beispiel dafür ist der durch Anlauffarben bunte Buntkupferkies.

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anlauffarbe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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