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DZO



DZO (Depleted Zinc Oxide) ist ein Begriff aus der Kerntechnik. Zinkoxid wird dem Kühlwasser von Kernreaktoren (Siedewasserreaktoren) beigegeben, um das Korrsionsverhalten der mit dem Kühlwasser in Berührung kommenden Komponenten zu verbessern. Da das Kühlwasser hierdurch eine geringere Menge an Korrosionsprodukten enthält, ist die Strahlung der Komponenten durch geringere Ablagerungen nach längerem Reaktorbetrieb reduziert, was zu einer geringeren Dosisbelastung des Personals führt.

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Unpraktischerweise wird das im natürlichen Isotopengemisch von Zink (48,6% 64Zn, 27,9 % 66Zn, 4,1% 67Zn, 18,8% 68Zn, 0,6% 70Zn) enthaltene Isotop 64Zn durch die Neutronenstrahlung im Reaktor in das radioaktive Isotop 65Zn umgewandelt, das eine relativ harte Gammastrahlung (ca. 1,1 MeV) emittiert.

In DZO ist der Anteil von 64Zn drastisch reduziert (auf < 1%), so dass das Isotop 65Zn nur in deutlich geringerer Menge gebildet wird. Durch die Verwendung von DZO kann die Strahlungsintensität der Komponenten des Kühlkreislaufs weiter reduziert werden.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel DZO aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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