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Karen Wetterhahn



Karen Wetterhahn (* 1949; † 8. Juni 1997) war eine US-amerikanische Chemikerin und Professorin am Dartmouth College in Hanover (New Hampshire). Ihr Fachgebiet war die Toxizität von Metallen.

Am 14. August 1996 erlitt sie einen Arbeitsunfall, bei dem Dimethylquecksilber innerhalb weniger Sekunden durch die getragenen Handschuhe diffundierte und von der Haut resorbiert wurde. Erst einige Monate später stellte sie Schwindelanfälle und Kopfschmerzen fest. In ihrem Blut wurde die achtzigfache tödliche Quecksilberdosis gefunden. Trotz einer Chelat-Therapie fiel sie in ein Koma und starb am 8. Juni 1997.

Aufgrund dieses Ereignisses wurde die Verwendung von Dimethylquecksilber als Standard in der NMR-Spektroskopie eingestellt und die Sicherheitsdatenblätter aktualisiert. Das Dartmouth College stiftet anlässlich des Todes von Karen Wetterhahn den Karen Wetterhahn Award, der seit 1998 jährlich an junge Wissenschaftlerinnen vergeben wird.

 
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