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Pseudoephedrin



Steckbrief
Name (INN) Pseudoephedrin
Wirkungsgruppe

Sympathomimetikum

Handelsnamen
  • Rhinopront® Kombi
  • Aspirin® Complex
Klassifikation
ATC-Code BA02
CAS-Nummer 90-82-4
Verschreibungspflichtig:


Fachinformation (Pseudoephedrin)
Chemische Eigenschaften

IUPAC-Name: (+)-(1S,2S)-2-Methylamino- 1-phenyl-propan-1-ol
Summenformel C10H15NO
Molare Masse 165,232 g·mol-1

Pseudoephedrin ist ein α-Sympathomimetikum (α1-Agonist) und wie dessen Diastereomer Ephedrin ein Derivat des Phenethylamin bzw. Amphetamin, das in den Bereich der Stimulanzien fällt und häufig in Erkältungsmitteln Verwendung findet.

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Inhaltsverzeichnis

Pharmakologie

Pseudoephedrin wirkt als Vasokonstriktor (Gefäßverengend) und lässt bei Erkältungskrankheiten und Allergien die Nasenschleimhaut abschwellen. Es ist allerdings einem lokal anzuwendenden Sympathomimetikum wie Xylometazolin (z.B. Otriven®) unterlegen.[1]

Zu bekannten Nebenwirkungen bei der Einnahme zählen Herzrasen, Blutdruckanstieg, Unruhe, Schlaflosigkeit und Angst bis hin zu Halluzinationen.

Rechtliche Aspekte

Auf Basis von Pseudoephedrin ist es mit einfachen Mitteln möglich, N-Methylamphetamin herzustellen, eine Droge aus der Gruppe der Stimulanzien.

Doping

Da Pseudoephedrin häufig in Erkältungsmitteln enthalten ist, wurde es – vormals in der Dopingliste des IOC enthalten – 2002 aus dieser wieder gestrichen. Der bekannteste Doping-Fall betraf die rumänische Turnerin Andrea Raducan, die bei den olympischen Spielen 2000 ihre Goldmedaille zurückgeben musste, weil sie vor einem Wettkampf ein Medikament eingenommen hatte, das Pseudoephedrin enthielt.

Quellen

  1. Selner, J.C. et al. (1991): Assessment of nasal patency by rhinoscopic measurement of cross sectional nasal airway area: correlation with subjective nasal symptoms. In: Ann. Allergy. Bd. 66, S. 43-47. PMID 1702944
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