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Briefkontrolle mit Terahertz-Wellen

07.01.2014

Handelt es sich bei der eingehenden Postsendung um einen harmlosen Brief oder um eine Bombe? Enthält sie möglichweise Drogen? Bei der schnellen Aufklärung hilft das Terahertz-Spektrometer T-COGNITION. Das Analysegerät identifiziert Sprengstoff und Rauschgift in Postsendungen und eignet sich vor allem für den Einsatz in Botschaften, Behörden und Justizvollzugsanstalten: Über eine Einfuhrklappe lassen sich Briefe in das Messgerät schieben. Dort werden sie mit Terahertz-Wellen bestrahlt. Detektoren fangen die reflektierten und transmittierten Wellen auf und vergleichen die Spektren mit denen einer Datenbank. Innerhalb weniger Sekunden leuchten die Messpunkte auf dem Bildschirm des Geräts rot oder grün auf – je nachdem, ob Gefahrenstoffe entdeckt wurden oder nicht. Der Einsatz der Technik hat dabei mehrere Vorteile: Terahertz-Wellen, die im elektromagnetischen Spektrum zwischen Infrarot und Mikrowellen liegen, sind ungefährlich, durchdringen Verpackungsmaterialien und erzeugen, je nachdem auf welche Stoffe sie treffen, charakteristische Spektren, die sich mithilfe intelligenter Software schnell analysieren lassen.

T-COGNITION ist das Ergebnis einer Forschungskooperation zwischen dem Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM in Kaiserslautern und der Kasseler Firma Hübner GmbH Co. KG, die das Terahertz-Spektrometer inzwischen auf den Markt gebracht hat. Die Antennen im Inneren des Apparats wurden gemeinsam von Forschern des IPM und des Carnot-Instituts IEMN (Institut d’Electronique de Microélectronique et de Nanotechnologie) in Lille entwickelt.

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