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US-Gesundheitsminister droht Cipro-Hersteller Bayer mit Patentbruch

24.10.2001

US-Gesundheitsminister Tommy Thompson hat dem Pharmakonzern Bayer im Streit um das Milzbrandmittel Cipro mit einem Patentbruch gedroht. Sollte Bayer nicht mit dem Preis für das Antibiotikum Cipro runtergehen oder schnell genug, große Mengen produzieren, sei er dafür, das Mittel von anderen Firmen herstellen zu lassen, sagte Thompson am Dienstag bei einer Kongressanhörung. Er sei bereit, den Kongress um die entsprechende Genehmigung zu bitten.

Thompson betonte, er sei in Gesprächen mit Bayer. Das Unternehmen habe ihm versichert, es könne in den kommenden 60 Tagen 200 Millionen Tabletten produzieren. Allerdings sei der Preis zu hoch. Darüber würden zurzeit Gespräche geführt. Cipro gilt vor allem bei der gefährlichen Lungenform von Milzbrand als wirksames Gegenmittel.

Zuvor hatte bereits Kanada mit einem Bruch des Patents gedroht. Der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern erreichte nach eigenen Angaben aber in Gesprächen mit der Regierung Kanadas, dass der geltende Patentschutz nicht ausgehöhlt wird. Die kanadische Gesundheitsbehörde werde das Antibiotikum bis zum Ablauf des Patentschutzes 2004 nur von Bayer beziehen, sagte ein Sprecher am Dienstag.

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