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Abbinden (Baustoff)



Abbinden ist der Vorgang des Aushärtens eines Bindemittels, zum Teil durch Einlagerung von Kristallwasser beispielsweise von Mörtel, Beton, Fliesenkleber oder Gips. Abbinden wird auch als Abbindeprozess bezeichnet, weil dabei ein chemischer Prozess stattfindet. Hierbei werden auch eventuell beigegebene Zuschlagstoffe vom Bindemittel eingeschlossen, aber nicht mit diesem verbunden. Dieser chemische Vorgang benötigt eine bestimmte Abbindezeit. Da die Abbindezeit sehr lang sein kann, dürfen die neuentstandenen Bauteile erst genutzt werden, wenn ein bestimmter Aushärtungsgrad erreicht ist.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Der Abbindeprozess oder Aushärtungsprozess verläuft meist nicht geradlinig. Darum kann es notwendig sein, diesen Prozess durch Abbindeverzögerer zu verlängern oder durch Abbindebeschleuniger zu verkürzen.

Da der Abbindeprozess im Augenblick der Zusammenfügung der notwendigen Komponenten beginnt, ist es notwendig, eine Verarbeitungszeit zu beachten, während der das Material durchmengt werden kann, ohne den weiteren Abbindeprozess zu beeinträchtigen. Würde das Material länger durchmengt, könnten sich abgeschlossene Teile bilden, die sich mit dem Rest nicht weiter verbinden würden.

Der Aushärteprozess durch Entziehung von Lösemitteln wird nicht als Abbinden sondern als Austrocknen oder Aushärten bezeichnet.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Abbinden_(Baustoff) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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