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Alexander Michailowitsch Butlerow



 

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Alexander Michailowitsch Butlerow (russ. Александр Михайлович Бутлеров, wiss. Transliteration Aleksandr Michajlovič Butlerov; * 3. September/15. September 1828 in Tschistopol; † 5. August/17. August 1886 in Butlerowka) war ein russischer Chemiker.

Butlerow führte aufgrund von Untersuchungen an Isomeren den Begriff Struktur und Strukturformel in die Chemie ein. Als Baustein der organischen Verbindungen ging er von einem 4-wertigen Kohlenstoffatom aus.

Leben

Butlerow studierte von 1844 bis 1849 Chemie an der Universität Kasan. 1854 promovierte er an der Universität Moskau. Ab 1857 war Butlerow wieder in Kasan als Professor für Chemie tätig. Von 1868 bis 1885 hatte er einen Lehrstuhl für Chemie an der Universität Sankt Petersburg inne.

Der Krater Butlerov auf dem Mond wurde 1970 nach ihm benannt.

Leistungen

  • Entdeckung des Formaldehyds (1855)
  • Butlerowsche Zuckersynthese (1861)
  • Einführung des Begriffs Strukturformel in die organische Chemie (1861)
  • 4-wertiger Kohlenstoff ist Grundlage der organischen Chemie (1862)
  • Entdeckung der sekundären und tertiären Alkohole (1862), Herstellung des tertiären Butanols (1863)
  • Entdeckte die Tautomerie (1862-1864). Begriffseinführung durch Conrad Peter Laar 1885.
  • Setzte sich für gewerbliche Anwendungen der Chemie ein

Werke

  • Eine Einführung in das vollständige Studium der organischen Chemie, mehrere Bände, 1864-1866
  • Literatur von und über Alexander Michailowitsch Butlerow im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Anmerkung: Sind im Artikel doppelte Daten angegeben, nennt das erste Datum den Tag des Julianischen Kalenders, das zweite den Tag des Gregorianischen Kalenders. Die Kalenderumstellung erfolgte in den meisten Ländern zwischen 1582 und 1812, in einigen Staaten Osteuropas jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts (so in Russland im Februar 1918).
 
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