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Auguste Bravais



  Auguste Bravais (* 23. August 1811 in Annonay, Frankreich; † 30. März 1863 in Le Chesnay) war ein französischer Physiker und Mitbegründer der Kristallographie.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Bravais beendete seine klassische Ausbildung am Collège Stanislas in Paris und erhielt seinen Doktor 1837 von der Universität Lyon. Seine Forschungsinteressen führten ihn dazu, in die Marine einzutreten, während dieser Zeit nahm er an mehreren wissenschaftlichen Forschungsreisen teil. Bravais unternahm weit gefächerte Forschungen auf den Gebieten der Botanik, der Astronomie, der Mineralogie und der Physik. 1841 wurde er Professor für Astronomie in Lyon, 1845 Professor für Physik an der École Polytechnique in Paris.

Auguste Bravais begründete die Kristallographie und zeigte 1849, dass es im dreidimensionalen Raum nur 14 mögliche Elementar- oder Einheitszellen der Kristalle gibt (Bravais-Gitter), die folgende Eigenschaften besitzen:

  1. Die Einheitszelle ist die einfachste sich wiederholende Einheit in einem Kristall.
  2. Gegenüberstehende Flächen einer Einheitszelle sind parallel.
  3. Der Rand der Einheitszelle verbindet äquivalente Stellen.

1866 arbeitete er die Beziehungen zwischen dem idealen Gitter und den realen Kristallen heraus. Bravais' Arbeiten waren die mathematische und konzeptionelle Grundlage für die spätere Entdeckung der Röntgenstreuungs-Experimente von Max von Laue, die zur Bestimmung der Kristallstrukturen führten (1911). Bravais trat 1854 in die Akademie der Wissenschaften ein, musste aber zwei Jahre darauf aus Krankheitsgründen von allen Ämtern zurücktreten.

Siehe auch

  • Korrelationskoeffizient


 
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