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Bromelain



Stamm-Bromelain; Frucht-Bromelain
 
EC-Nummer

EC 3.4.22.32 (Stamm-Bromelain)
3.4.22.33 (Frucht-Bromelain)

CAS-Nummer

37189-34-7 (Stamm-Bromelain)
9001-00-7 (Frucht-Bromelain)

Kategorie Cystein-Endopeptidase (Hydrolyase)
Reaktionsart Hydrolytische Spaltung von Peptidbindungen
Substrate Peptide
Produkte Peptide

Bromelain bezeichnet ein Enzym, genauer eine Cystein-Protease, das 1957 im Stamm der Ananaspflanze entdeckt wurde. Es wird seither aus dessen Frucht (Ananas) und der Pflanze selbst gewonnen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Der Rohextrakt aus der Pflanze wird oft ebenfalls als Bromelain bezeichnet. Er enthält mehrere sulfhydrylhaltige, proteolytische Enzyme, ein Peroxidase-Enzym, ein saures Phosphatase-Enzym, mehrere Proteasen-Hemmer sowie Calcium.

Einsatzgebiete des Enzyms

  • In der Medizin wird Bromelain bei akuten und chronischen Entzündungen eingesetzt.
  • Bei der Strukturaufklärung von Proteinen wird es genutzt, um kleinere Untereinheiten aus Proteinen zu erhalten, deren Struktur leichter aufzuklären ist als die des gesamten Proteins.
  • In der Industrie dient Bromelain als Zartmacher für Fleisch und zur Fruchtsaftklärung; es wird zudem zur Lederaufbereitung verwendet.

Medizinische Wirkung

Bromelain wirkt blutverdünnend und entzündungshemmend. Es hilft beim Abbau von Fibrin, einem Eiweißstoff im Blut, der die Blutzirkulation herabsetzen kann. Es beeinflusst das Immunsystem, da es die Auflösung fremder Antigene bewirken kann.

Es gibt Hinweise, dass der Rohextrakt (siehe oben) eine umfassendere medizinische Wirkung aufweist als das einzelne Enzym.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bromelain aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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