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Caspasen



Caspasen
EC-Nummer

3.4.22.xx

Kategorie Cysteinendopeptidasen (Hydrolasen)
Substrate Cys-Asp-Bindungen

Caspasen sind eine Familie von Proteasen mit einem Cystein im aktiven Zentrum. Sie spalten Peptidbindungen C-Terminal von Aspartat. Daher der Name: Caspase (Englisch cysteinyl-aspartate specific protease).

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Caspasen sind die wichtigsten Enzyme der Apoptose, dem programmierten Zelltod. Sie sind damit essentiell für die korrekte Entwicklung eines Lebewesens, aber auch für die Antwort einer Zelle auf schwere Beschädigung (z.B. durch Strahlung) oder Infektion durch Viren. Zum Auslösen des Zelltods werden Initiator-Caspasen (z. B. Caspase-8 und 9) aktiviert. Diese wiederum spalten die pro-(Vorläufer-) Form nachgeschalteter Caspasen (unter anderem Caspase 3, 7 6), wodurch diese aktiviert werden und schließlich zum Zelltod führen.

Eine Fehlsteuerung dieser Mechanismen kann zu schweren Krankheiten führen. Ein Beispiel dafür ist Chorea Huntington, wo eine Initiatorcaspase zur falschen Zeit aktiviert wird und so gesunde Zellen absterben. Eine medikamentöse Blockade der Caspase kann diesen Vorgang unterdrücken.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Caspasen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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