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Clevudin



Strukturformel
Allgemeines
Freiname Clevudin
Andere Namen
  • 1-(2-Desoxy-2-fluor-β-L-arabinofuranosyl) thymin
  • 1-[(2S,3R,4S,5S)-3-Fluor-4-hydroxy- 5-(hydroxymethyl)oxolan-2-yl]- 5-methylpyrimidin-2,4-dion
Summenformel C10H13FN2O5
CAS-Nummer 163252-36-6
Arzneistoffangaben
Wirkstoffgruppe

Virustatikum

ATC-Code AF12
Fertigpräparate

Levovir®

Eigenschaften
Molare Masse 260,22 g/mol
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R:
S:
Bitte beachten Sie die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Clevudin ist ein chemisches Analogon des Nukleosids Thymidin. Es ist ein Virustatikum aus der Gruppe der Nukleosid-Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) und soll als Arzneistoff zur Behandlung von Hepatitis B eingesetzt werden, befindet sich derzeit aber noch in klinischen Studien.

Pharmakologie

Das Nukleosid Clevudin wird in der Zelle zum Nukleotid phosphoryliert. In Konkurrenz mit dem natürlichen Nukleotid Desoxythymidintriphosphat (dTTP) wird Clevudin-triphosphat in die DNA eingebaut. Der Einbau des Fluor-nukleosidtriphosphats führt zum Kettenabbruch und zur Hemmung der virale reverse Transkriptase.

Literatur

  • Analytik:
    • J. Med Chem 2001 Oct 25; 44(22): 3541–4
    • Biochem Pharmacol 1998 May 15;55(10)1611–9
  • Synthese:
    • Nucleosides Nucleotides 1999 Feb; 18(2) 187–95
    • J. Med Chem 1997 Aug 15; 40(17): 2750–4
  • Pharmakologie:
    • Curr Opin Investig Drugs 2000 Nov; 1(3): 308–13
    • Triangle Pharmaceuticals, Inc.-Hepatitis B
    • Hepatology 2001 Jan; 33(1): 254-266
  • Verwendung:
    • H.Klinker; Neue Krankheitsbilder- Hepatitis B und C- Koinfektion (24.09.02)
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Clevudin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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