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Epidermaler Wachstumsfaktor



3D Struktur von EGF (PDB 1EGF)
Epidermal Growth Factor (EGF)
Identifizierungsdaten
Symbole EGF URG
Ensembl ENSG00000138798
Entrez 1950
OMIM 131530
RefSeq NM_001963
UniProt P01133
Andere Daten
Lokus Chr. 4 q25

Der Epidermal Growth Factor (abk. EGF, deut. Epidermaler Wachstumsfaktor) ist ein Protein, das bei der Einleitung der Mitose als Signalmolekül auftritt. Es stimuliert die Ausbildung einer Reihe von Zelltypen, weshalb es auch in der Zellkultur verwendet wird.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Das EGF-Protein funktioniert im Zusammenhang mit einer Reihe von Rezeptoren, die unter der Familienbezeichung Epidermal-Growth-Factor-Rezeptoren (EGFRs) zusammengefasst sind. Dies sind zumeist Bindeproteine auf der Zelloberfläche. Bislang sind vier eng verwandte Rezeproren bekannt, die als Human Epidermal Growth Factor Receptor 1 HER1, (auch als Epidermal Growth Factor Receptor oder EGFR bezeichnet), HER2, HER3 und HER4 bezeichnet werden. Das Zusammenspiel des EGF-Proteins mit dessen Vorläuferproteinen und Rezeptorproteinen gehört zu den bestuntersuchten Signaltransduktionswegen im Bereich der Krebsforschung.


Medizinische Bedeutung

Eine Überexpression des Rezeptors HER2 ist ein frühes Ereignis bei der Entstehung von Tumoren, wird bei ca. 20% der Fälle von Brustkrebs gefunden und ist mit aggressiven Krebswachstum und schlechter Prognose assoziiert.

Eine Überexpression des Rezeptors HER4 ist ein spätes Ereignis bei der Tumorentstehung, wird bei ca. 40% der Fälle von Brustkrebs gefunden und zeigt ebenfalls eine schlechte Prognose an.

Der monoklonale Antikörper Cetuximab bindet an den Rezeptor HER1 und verhindert so die Bindung von Epidermal Growth Factor. Cituximab wird in der Behandlung von Darmkrebs eingesetzt.

Trastuzumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen HER2, der in der Behandlung von Brustkrebs eingesetzt wird.

Gefitinib ist ein kleines Molekül, welches die Signalübertragung des durch Epidermal Growth Factor stumulierten Rezeptors HER1 auf nachgeordnete Stoffwechselwege blockert. Geftinib wird in der Behandlung des Lungenkrebses eingesetzt.

Erlotinib hemmt nachgeordnete Soffwechselwege von HER1 und HER2 und wird in der Behandlung von Lungenkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs eingesetzt[1].

Siehe auch

Quellen

  1. Hassane Izzedine et al.: „Angiogenesis Inhibitor Therapies: Focus on Kidney Toxicity and Hypertension“. American Journal of Kidney Diseases 2007; 50: s. 203-218 [Abstract]
 
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