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Epoxybrücke



Die Epoxybrücke ist eine mögliche chemische Gruppe, die sich an der Graphitoberfläche bei Sauerstoffeinfluss bildet.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die Bezeichnung ist dem Präfix ‚epoxy’ entlehnt, der für ringförmig eingebundenen Sauerstoff steht. Bei dieser Brücke verbindet sich ein einzelnes Sauerstoff-Atom mit zwei angrenzenden Kohlenstoff-Atomen zu einem Dreieck. Solche Epoxy-Brücken beanspruchen die umliegenden Bindungen stark und können zu einem lokalen Aufreißen des Graphit-Gitters führen. Das einzelne Sauerstoff-Atom wirkt bei diesem Vorgang wie ein Minikeil, der die beiden Kohlenstoff-Atome beiseite schiebt und so die Verbindungen extrem dehnt. Hierbei ändert sich die Geometrie der beteiligten Atome: Die vormals fest eingebundenen C-Atome sind nun an das Sauerstoff-Atom gebunden, das über der Gitteroberfläche sitzt. Es entsteht eine dreidimensionale, verzerrte Gruppe, die nicht in das verbleibende Gitter passt. Es ist, als wolle man einen quadratischen Pflock in ein rundes Loch einpassen.

 
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