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Fritz Arndt



Fritz Arndt (* 6. Juli 1885 in Hamburg; † 8. Dezember 1969 ebenda) war ein deutscher Chemiker.

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Leben

Arndt absolvierte in seiner Heimatstadt seine Schulzeit und begann an der Universität Genf Chemie zu studieren. Später wechselte er an die Universität Berlin und 1908 beendete er dieses Studium an der Universität Freiburg erfolgreich mit einer Promotion.

In Freiburg bekam er noch im selben Jahr eine Anstellung als wissenschaftlicher Assistent. Später wechselte er in gleicher Position nach Greifswald und Kiel. Dort habilitierte er sich 1911 und ging als Privatdozent an die Universität Breslau.

1915 nahm Arndt einen Ruf an die Universität Istanbul an und lehrte dort drei Jahre lang. 1918 kehrte er als a.o. Prof. nach Breslau zurück und avancierte dort zehn Jahre später zum o. Prof.

1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, verlor Arndt als einer der Ersten sein Amt. Noch im selben Jahr emigrierte er nach Großbritannien und bekam für einige Monate einen Lehrauftrag an der Universität Oxford. 1934 nahm er einen Ruf an die Universität Istanbul an und wurde bald schon zum Direktor des "Chemischen Instituts der Universität befördert.

Zusammen mit Kollegen und anderen Emigranten gründete er wenig später dort eine Privatakademie. Im Auftrag des türkischen Bildungsministeriums wandelte er die alten arabischen chemischen Symbole in die international bekannten Symbole um. Nahezu 20 Jahre wirkte Arndt als Chemiker und Pädagoge in Istanbul. Dann kehrte er in seine Heimatstadt zurück, bekam den Status eines Emeritus und wirkte ab 1955 als Honorarprofessor an der Universität Hamburg. Dieses Amt hatte er bis an sein Lebensende inne.

Arndt gilt als einer Mitbegründer der Lehre der Mesomerie. Hauptsächlich beschäftigte er sich mit der organischen Chemie und war einer der Ersten, die Diazomethan als präparatives Hilfsmittel einführten.

Die von ihm und Bernd Eistert beschriebene Arndt-Eistert-Homologisierung trägt seinen Namen.

Werke

  • Methoden der organischen Chemie (Houben-Weyl) 1953
  • Über aromatische Isothioharnstoffe und Orthothiokohlensäureester, Habilitationsschrift Breslau 1912
  • Kurzes chemisches Praktikum für Mediziner und Landwirte (1912)
  • Untersuchungen über neue Derivate des o-Toluchinolins, Dissertation Freiburg 1908
 
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