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Galantamin



Steckbrief
Name (INN) Galantamin
Wirkungsgruppe

Handelsnamen

Reminyl®

Klassifikation
ATC-Code DA04
CAS-Nummer 357-70-0
Verschreibungspflichtig: Ja


Fachinformation (Galantamin)
Chemische Eigenschaften

IUPAC-Name: 4aS,6R,8aS-3-Methoxy-11-methyl
-4a,5,9,10,11,12-hexahydroxy-6H-
benzofuro[3a,3,2-e,f]benzazepin-6-ol
Summenformel C17H21NO3
Molare Masse 287,35 g/mol


Galantamin (auch Galanthamin von galanthus) ist ein tertiäres Pflanzenalkaloid, welches aus dem kleinen Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), dem Kaukasischem Schneeglöckchen (Galanthus woronowii) sowie einigen Narzissenarten wie etwa der gelben Narzisse (Osterglocke) gewonnen werden kann. Heute kann der Wirkstoff auch auf synthetischem Weg hergestellt werden. Erstmals isoliert wurde dieser Wirkstoff 1953 aus den Zwiebeln des Kaukasischem Schneeglöckchens. Anfangs setzte man den Wirkstoff unter anderem zur Aufhebung der durch Curare-Verbindungen ausgelösten Muskelentspannungen bei Operationen ein.

Das Alkaloid wird heute vorwiegend als Antidementivum zur Behandlung von Demenzen, insbesondere Alzheimer (hierbei entsteht ein Mangel an Acetylcholin, kurz ACh, einem Neurotransmitter) eingesetzt. Galantamin führt durch einen zweifachen Wirkmechanismus (Modulation von Nikotinrezeptoren und Hemmung der Acetylcholinesterase) zu einer Erhöhung der Acetylcholin-Konzentration im synaptischen Spalt. Ein verbreitetes Medikament mit dem Wirkstoff Galantamin ist Reminyl® von der Janssen-Cilag GmbH. Entwickelt wurde Galantamin von der österreichischen Firma Sanochemia .


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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Galantamin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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