Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Goyazit



Goyazit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus SrAl3[(OH,F)6|PO4]
Mineralklasse Wasserfreie Phosphate mit fremden Anionen
VII/B.36-30 (nach Strunz)
42.7.3.3 (nach Dana)
Kristallsystem trigonal
Kristallklasse ditrigonal-skalenoedrisch \ \bar 3 \ 2/m
Farbe farblos, weiß, rosa, violett, zitronengelb, braun, grau, orange
Strichfarbe weiß
Mohshärte 4,5 bist 5
Dichte (g/cm³) 3,16 bis 3,28
Glanz Glasglanz bis Harzglanz, Perlmuttglanz auf Spaltflächen
Transparenz
Bruch uneben
Spaltbarkeit vollkommen nach 0001
Habitus tafelig nach - c -, rhomboedrisch, isometrisch
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl ω=1,620 ε=1,630
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ= 0.010 ; einachsig positiv
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale Arsenogoyazit
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Goyazit, auch als Bowmanite, Hamlinite oder Lusungit bekannt [1] ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Arsenate, Phosphate und Vanadate und der Abteilung der wasserfreien Phosphate mit fremden Anionen. Es kristallisiert im trigonalen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung SrAl3[(OH,F)6|PO4] [2] und entwickelt meist tafelige, rhomboedrische oder isometrische Kristalle in weißer, grauer, rosa bis violetter, zitronengelber, oranger oder brauner Farbe. Auch farblose Kristalle sind bekannt.


Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Die Benennung erfolgte nach der braisilianischen Provinz Goiás. Das Mineral wurde erstmals 1884 entdeckt.

Bildung und Fundorte

Goyazit kommt vor allem in Brasilien vor (Typlokalität: Minas Gerais, Diamatina, Provinz Goyaz, Serra de Concongas), aber auch im Oxford County, Maine, in der Nordschwarzwälder Grube Clara, im Erz- und Fichtelgebirge, sowie im Schweizer Wallis.

Verwendung

Goyazit außer als Mineralprobe keine wirtschaftliche Bedeutung.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Webmineral - Goyazite (engl.)
  2. Stefan Weiß: Das große Lapis Mineralienverzeichnis. 4. Auflage. Christian Weise Verlag, München 2002, ISBN 3-921656-17-6
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Goyazit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.