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Helmut Knözinger



Helmut Knözinger (* 10. Juli 1935 in Weilheim in Oberbayern) ist ein deutscher Physiker und Chemiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Knözinger studierte von 1953 bis 1957 Physik an der Universität München. 1961 wurde er in physikalischer Chemie promoviert. Von 1962 bis 1967 war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Physikalische Chemie in München; 1967 habilitierte er sich. Er war von 1967 bis 1971 Privatdozent, 1971 Universitätsdozent und ab 1973 außerplanmässiger Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1980 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Physikalische Chemie. Er hatte Gastprofessuren an der Universidad Central de Venezuela, Caracas (1968/69), der Xiamen Universität, Xiamen, VR China, (1985), der Northwestern University, Evanston, USA, (1988), der Universiteit van Amsterdam, Amsterdam, Niederlande, (1989) sowie mehrfach an der Université Marie et Pierre Curie, Paris, (1995, 1996 , 1997, 2001, 2003) inne.

Wirken

Die Hauptforschungsgebiete von Knözinger sind die Oberflächenspektroskopie, Oberflächenchemie, heterogene Katalyse mit besonderer Betonung der strukturellen Charakterisierung von getragenen Oxid-, Sulfid- und Metallkatalysatoren; Kohlenmonoxid-Hydrierung; Hydrotreating; DeNOx; feste Supersäuren; selektive Oxidation; basische Zeolithe; katalytische Sensoren.[1]

Knözinger ist Mitglied zahlreicher nationaler und Internationaler Organisationen. Zudem ist er Mitherausgeber und Mitglied der Editorial Boards wichtiger Fachpublikationen. Zusammen mit Gerhard Ertl und Jens Weitkamp hat er eine fünfbändige Enzyklopädie zum Thema „Heterogene Katalyse“ (Handbook of Heterogeneous Catalysis) herausgegeben, die zu einem Standardwerk auf diesem Gebiet wurde.

Ehrungen und Auszeichnungen

  • Richard Zsigmondy-Stipendium, 1975
  • Deutsche Kolloid-Gesellschaft
  • Ciapetta Lectureship, 1980
  • North American Catalysis Society
  • Ipatieff Lectureship, 1988
  • Northwestern University, Evanston, USA
  • Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, 1995
  • Max-Planck-Forschungspreis, 1995
  • Prix Gay Lussac / A. v. Humboldt, 1997
  • Alwin-Mittasch-Medaille, Dechema, 1998
  • Mitglied der Academia Europaea, 2000
  • Ehrenprofessur, Nankai - Universität, Tianjin, China, 2004

Quellen

  1. „Lebenslauf Helmut Knözinger“, LMU Dep. Chemie
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Helmut_Knözinger aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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