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Heteroübergang



   

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Als Heteroübergang (auch Heterostruktur, engl. Heterojunction) wird die Grenzschicht zweier unterschiedlicher Halbleitermaterialien bezeichnet. Anders als bei einem p-n-Übergang ist hier nicht die Dotierungsart, sondern die Materialart verschieden. Die Halbleiter besitzen deshalb i. A. eine unterschiedliche Energie der Bandlücke.

Heteroübergänge finden sich bei III-V-Halbleitern oder bei II-VI-Halbleitern.

Berechnung

Bei einem p-n-Heteroübergang stellt sich eine Unregelmäßigkeit in den Energiebändern der Materialien ein. Die Länge X dieser Unregelmäßigkeit, eine Verbiegung der Bandkanten, lässt sich über die Poissongleichung berechnen. Nimmt man den Übergang vom negativ dotierten Material 1 zum positiv dotierten Material 2 mit den relativen Dielektrizitätskonstanten \varepsilon und Dotierungskonzentrationen ND bzw. NA an. So stellt sich mit der Diffusionsspannung ψD bei angelegtem äußerem elektrischen Feld der Spannung U eine Bandverbiegung der folgenden Weite ein:

X_1 = \left[\frac{2}{q}\frac{\varepsilon_1\varepsilon_2\cdot N_A(\psi_D - U)}{N_D(\varepsilon_2N_D+\varepsilon_1N_A)}\right]^\frac{1}{2}, X_2 = \left[\frac{2}{q}\frac{\varepsilon_1\varepsilon_2\cdot N_D(\psi_D - U)}{N_A(\varepsilon_2N_D+\varepsilon_1N_A)}\right]^\frac{1}{2}


Anwendung

  • High Electron Mobility Transistor (HEMT)
  • Heterojunction Bipolartransistor (HBT)

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Heteroübergang aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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