Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Hochofenzement



Hochofenzement ist eine Sorte des Portlandzements. Im Hochofenzement sind Teile des Portlandzementes (bis zu 95%) durch Hüttensand ersetzt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Varianten

Hochofenzement hat nach der europäischen Norm EN 197 die Kurzbezeichnung CEM III.

  • CEM III/A: 35% bis 64% Portlandzementklinker, 36% bis 65% Hüttensand.
  • CEM III/B: 20% bis 34% Portlandzementklinker, 66% bis 80% Hüttensand.

Es werden verschiedene Festigkeitsklassen gehandelt.

Vorteile

Die Produktion hüttensandhaltiger Zemente erfordert weniger Energie und verursacht dadurch geringere CO2-Emissione. Pro Tonne Hüttensand verringert sich der CO2-Ausstoß um ca. eine Tonne.

Aus Hochofenzement hergestellter Beton weist - bei gleicher Zusammensetzung der Zuschlagstoffe wie beim Portlandzement - ein dichteres Gefüge auf und ist weniger porös. Durch Wärme bedingte Spannungsrisse im Beton, die insbesondere bei Hochleistungsbeton wegen dessen hohen Zementgehalten auftreten können, sind bei Verwendung von Hochofenzement seltener anzutreffen. Hochofenzement ist außerdem widerstandfähiger gegen Salze (wichtig z.B. bei Bauten am/im Meer) und Kohlensäure (löst Kalk). Er wird daher verstärkt zum Bau von Behältern und Anlagen in der Chemieindustrie, Tankstellen und Kläranlagen eingesetzt.

Nachteile

Durch die geringere Erwärmung beim Abbinden hat Beton aus Hochofenzement eine etwas geringere Anfangsfestigkeit.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hochofenzement aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.