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Inkretinmimetika



Inkretinmimetika sind Arzneistoffe zur Behandlung des Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), welche die Wirkung der körpereigenen Hormone Glukoseabhängiges insulinotropes Peptid (GIP) und Glucagon-like Peptid 1 (GLP-1) nachahmen, deren blutzuckersenkenden Eigenschaften zusammenfassend als Inkretin-Effekt bezeichnet werden. Das synthetisch hergestellte Polypeptid Exenatide, das der natürlicherweise im Speichel der Gila-Krustenechse vorkommenden Substanz Exendin-4 entspricht und in Struktur und Wirkung dem GLP-1 ähnelt, ist seit seiner Zulassung im April 2005 das erste auf dem Arzneimittelmarkt erhältliche Inkretinmimetikum. Es stellt damit die Leitsubstanz dieser neuen Wirkstoffklasse dar. Eine weitere Klasse von Arzneistoffen, deren Wirkung ebenfalls auf dem Inkretin-Effekt beruht, sind die Inhibitoren der Dipeptidylpeptidase IV, die ein Enzym hemmen, durch das GLP-1 nach seiner Freisetzung abgebaut wird.

 
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