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Klosterneuburger Mostwaage



Die Klosterneuburger Mostwaage (KMW) ist eine Senkspindel zum Messen des Zuckergehalts von Most.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Im österreichischen Weinbau wurde sie vom ersten Direktor des Önologisch-Pomologischen Institutes in Klosterneuburg (siehe Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau), Freiherrn August Wilhelm von Babo 1861 eingeführt und später vom italienischen Weinbau übernommen (Babo-Grade). Die Skala zeigt direkt den Zuckergehalt des Mostes in Prozenten (g/100g) an. Der mutmaßliche zuckerfreie Extraktgehalt ist von vornherein abgezogen.

Die Werte stimmen daher nur bei einem Zuckergehalt von etwa 20% und einem zuckerfreien Extraktgehalt von 3%. Bei höherem Zuckergehalt zeigt die Waage zu niedrige, bei geringerem zu hohe Werte an. 1° KMW entspricht 4,86° Öchsle.

Die Klosterneuburger Zuckergrade (°KMW) geben den Zuckergehalt von Traubenmost in Gewichtsprozent an. Die Bezeichnung kommt von der gleichnamigen Mostwaage.

Verwendet werden die Klosterneuburger Zuckergrade vor allem in Österreich.

Umrechnung der Klosterneuburger Zuckergrade in Volumen-Prozent Alkohol

Zucker wird beim Gärprozess zu annähernd gleichen Gewichtsteilen in Alkohol und Kohlendioxyd umgewandelt. Deshalb kann, sofern alle vergärbaren Mostanteile vergoren werden, aus dem ursprünglichen Zuckeranteil (Grad KMW) der Alkoholgehalt in Vol.-% folgendermaßen berechnet werden:

Formel 1 (einfache Annäherung):

100 * \frac{\,^{\circ}KMW * 1,267}{200 + \,^{\circ}KMW * 0,267} =  Vol.\% Alkohol

Eine bessere Annäherung wird durch folgende Formel erreicht, welche von der Landesregierung Niederösterreich offiziell verwendet wird:

Formel 2 (bessere Annäherung):

\frac{(\,^{\circ}KMW * 0,71173 - 2,55) * 1,267}{100 + (\,^{\circ}KMW * 0,71173 - 2,55) * 0,267} * 100 =  Vol.\% Alkohol

Tabelle mit Berechnungen:

°KMW Vol% lt. Formel 1 Vol% lt. Formel 2
5 3,1% 3,1%
10 6,3% 5,7%
17 10,5% 11,8%
18 12,1% 12,7%
19 11,7% 13,5%
20 12,3% 14,4%
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Klosterneuburger_Mostwaage aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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