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Ooid



Ooide sind radialstrahlig aufgebaute und nahezu perfekt runde kalkige Partikel, die durch Kalkanlagerung in bewegten Gewässern entstehen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Damit sich Ooide bilden sind zwei Voraussetzungen nötig. Zum einen muss eine hohe Konzentration an Calciumcarbonat im Wasser vorhanden sein und zum anderen muss das Wasser in Bewegung gehalten werden, damit die sich bildenden Ooide in Bewegung bleiben und somit ihre runde Form zu erhalten. Daher sind Lagunen, in denen leichte Wellenbewegungen herrschen, Bildungsräume für Ooide.

Bildung

Sind die beiden zuvor beschrieben Bedingungen erfüllt, ist ein Kristallisationskeim, der zum Beispiel in Form eines Schmutzpartikels durch Flüsse eingeschwemmt wurde, Voraussetzung zur Bildung eines Ooids. Um diesen Keim beginnen sich nun Lagen von Calcit aus dem Wasser abzuscheiden. Dieser Vorgang hält so lange an, bis der Körper zu schwer wird und auf Grund seines Eigengewichtes auf den Grund sinkt. Deshalb besitzen Ooide auch nahezu gleiche Größe. In manchen Ooiden lassen sich die Kristallisationskeime sogar noch erkennen.

Eisenooide

Ooide können sich nicht nur aus Calciumcarbonat bilden, sondern es gibt auch Eisenooide. Diese bilden sich auch im marinen Bereich und stellen Eisenhydroxidfällungen dar, die sich an Kaolinitplättchen anlagern.

Gestein, das aus Ooiden besteht nennt man Oolith. Ooide haben meist Korngrößen kleiner als 2 mm. Ooide können sedimentieren und dadurch eine Schichtung entstehen lassen. Hierbei werden die Körner außerordentlich gut sortiert.

Größere Partikel gleicher Art nennt man Pisoide.

 
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