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Pikrylaminodinitropyridin



Strukturformel
Allgemeines
Name Pikrylaminodinitropyridin
Andere Namen
  • PYX
  • 2,6-Bis(pikrylamino)-3,5-dinitropyridin
  • 2,6-Dipikrylamino-3,5-dinitropyridin
  • 3,5-Dinitro-N,N´-bis(2,4,6-trinitrophenyl)-2,6-pyridindiamin
Summenformel C17H7N11O16
CAS-Nummer 38082-89-2
Kurzbeschreibung Kubische Kristalle
Eigenschaften
Molare Masse 621,31 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,77 g·cm−3
Schmelzpunkt 360 °C (Zersetzung)
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
R- und S-Sätze R:
S:
LD50

5 g/kg (Ratte, Maus)

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Pikrylaminodinitropyridin (PYX) ist eine energetische aromatische Nitroverbindung, die zur Herstellung von besonders hitzebeständigen Sprengstoffen für die Erdölexploration verwendet wird.

Eigenschaften

PYX ist ungiftig und nicht hautreizend. Es hat die beste Temperaturbeständigkeit (1 Std. bei 270°C, 100 Std. bei 250°C) aller bekannten hochbrisanten Sprengstoffe, ist jedoch etwas weniger brisant als Hexanitrostilben.

Gewinnung und Darstellung

Durch Erhitzen von 2,6-Diaminopyridin [141-86-6] C5H7N3 und Pikrylchlorid [88-88-0] in wasserfreiem Ethanol mit Natriumhydrogencarbonat entsteht 2,6-Bis(pikrylamino)pyridin (BPAP) in 87% Ausbeute, aus welchem durch Nitrierung mit Hoko-Salpetersäure (>95%) (5 Std., Rückfluss) PYX in 82% Ausbeute erhalten wird.

Aufbereitung

PYX fällt in Form nadelförmiger Kristalle an, die in Dimethylsulfoxid (DMSO) gelöst werden. Durch Zugabe von Aceton und Wasser zur Lösung wird PYX in Form reiner kubischer Kristalle wieder abgeschieden.

Verwendung

PYX dient zur Herstellung von Hohlladungen für den Einsatz bei hohen Umgebungstemperaturen bis 260 °C und hohen Drücken bis 150 MPa. Es wird in großen Mengen bei der Ausbeutung von Erdöllagerstätten verwendet.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pikrylaminodinitropyridin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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