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Prüfstein



Ein Prüfstein (ältere Bezeichnung Probierstein) ist ein kleiner Reibstein, der zur Feststellung der Zusammensetzung und des Reinheitsgrades von Edelmetallen benutzt wird.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Probiersteine bestehen meist aus geschliffenem schwarzem Lydit. Zur Feststellung des Reinheitsgrades von Edelmetallen wird das Probestück auf dem Probierstein so gerieben, dass es einen metallischen Strich hinterlässt. Dieser wird mit Strichen verglichen, die von Probiernadeln stammen. Probiernadelsätze bestehen aus Edelmetallnadeln mit unterschiedlicher Reinheit, die bei Gold in Karat und bei Silber in Lot angegeben sind. Um den Edelmetallgehalt des Probestückes zu bestimmen, vergleicht man die Färbung des Probestückstrichs mit denen der Probiernadelstriche. Somit kann der Feingehalt von der betreffenden Probiernadel abgelesen werden.

Für weitergehende Untersuchungen werden die Striche mit verschiedenen Säuren bestimmter Konzentrationen behandelt. Die dadurch hervorgerufenen Veränderungen lassen Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Probestücks zu. Prüfsteine werden überwiegend bei Juwelieren, Goldschmieden und im Schmuck-Geschäft verwendet.

Die Wendung auf den Prüfstein bringen bezeichnet seit der frühen Neuzeit in übertragenem Sinn eine empirische Untersuchung, nach der eine (theoretische) Annahme bestätig oder verworfen werden kann. dannenhero halten wir die welt vor einen probierstein gottes, auf welcher der allmächtige die menschen, gleichwie sonst ein reicher mann das gold oder silber probiert. (Grimmelshausen, Simplicissimus).

 
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