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Reinheit



Naturwissenschaftlich

Die Reinheit (Chemie) eines Stoffes bezeichnet in der Chemie und Physik das Verhältnis eines erwünschten Stoffes zum gesamten Stoffgemisch.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Die unerwünschten Stoffe werden als Verunreinigung bezeichnet. Im Idealfall ist die Reinheit = 1 oder 100%, das heißt, es sind keine Verunreinigungen enthalten.

Die Konzentrationen fremder Stoffe (Verunreinigungen, Mineralien, Spurenelemente) werden je nach Menge in Prozent (%, Hundertstel), Promille (‰, Tausendstel), ppm (part per million, Millionstel) oder ppb (part per billion, Milliardstel) angegeben. Dabei muss vermerkt sein, ob es sich um einen relativen Volumenanteil oder einen Masseanteil beziehungsweise Mol-Anteil handelt.

Chemische Stoffe werden meist in verschiedenen Reinheitsklassen gehandelt. Die genaue Spezifikation ist abhängig von Hersteller und Stoff. Meistens gilt: technisch > zur Synthese > rein > reinst > zur Analyse. Die Reihenfolge ist nicht genormt und wird oft durch die Hersteller erweitert.

Soziologisch

Im moralischen Sinne versteht man unter Reinheit (Moral) die Einhaltung von Tugend, insbesondere der Keuschheit, im religiösen Sinn (etwa im Hinduismus) kann es auch die Unberührtheit durch jemanden von niedrigerer Kaste, also eine rituelle Reinheit sein.

Ihr Gegenteil ist die Unreinheit.

"Reinheit" wurde in gehobener Sprache (heute unüblich) auch auf Personen, Gemächer oder Kleidungsstücke angewendet, um deren Reinlichkeit zu bezeichnen. Der Gegensatz dazu ist "Schmutz", "Verschmutzheit".

Siehe auch

 
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