Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Prisma (Geometrie)




A: gerades; B: schiefes Prisma

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Ein Prisma (Mehrzahl: Prismen) ist ein geometrischer Körper, der durch Parallelverschiebung eines ebenen Vielecks entlang einer nicht in dieser Ebene liegenden Geraden im Raum entsteht. Ein Prisma ist daher ein spezielles Polyeder. Man kann auch von einer Extrusion des Vielecks sprechen.

Erfolgt die Parallelverschiebung senkrecht zur gegebenen Fläche, spricht man von einem geraden Prisma, andernfalls von einem schiefen Prisma. Das gegebene Vieleck wird als Grundfläche bezeichnet, die andere dazu kongruente und parallele Begrenzungsfläche als Deckfläche. Die Gesamtheit aller übrigen Begrenzungsflächen heißt Mantel. Dieser besteht aus Parallelogrammen, im Spezialfall des geraden Prismas aus Rechtecken.

Das Prisma erfüllt die allgemeine Definition eines Zylinders.

Eine besondere Form des Prismas ist der Quader. Er ist von jeder Seite betrachtet ein Prisma.

Im engeren Sinne versteht man in der Optik unter einem Prisma meistens ein gerades Prisma mit einem Dreieck als Grundfläche, siehe Prisma (Optik).


Das Volumen V eines Prismas ist gegeben durch

V = A_G \cdot h,

wobei AG den Flächeninhalt der Grundfläche und h die Höhe des Prismas bezeichnet.

Die Mantelfläche AM eines geraden Prismas ist gegeben durch

A_M = U_G \cdot h,

wobei UG für den Umfang der Grundfläche und h für die Höhe des Prismas steht. Für schiefe Prismen ist diese Formel nicht richtig.

Die gesamte Oberfläche O eines Prismas ergibt sich aus

O = 2 \cdot A_G + A_M,

wobei AG und AM dem Inhalt von Grund- und Mantelfläche entsprechen.

Prismen mit Inkugel

Für gerade Prismen, die eine Inkugel besitzen, gilt:

A_M = 4 \cdot A_G

Bipyramide

Verbindet man alle Flächenmittelpunkte jener Flächen eines Polyeders miteinander, die gemeinsame Eckpunkte haben, dann erhält man den zum Polyeder dualen Körper.

Der duale Körper eines geraden Prismas mit polygonaler Grundfläche ist eine Bipyramide mit einer ähnlichen gespiegelten Pyramide. Der Oberflächeninhalt errechnet sich wie folgt:

O = 2 \cdot G + S (S = Mantelfläche)

Antiprisma

Im Gegensatz zu einem Prisma liegen beim Antiprisma Ober- und Unterseite, die aus einem regelmäßigen n-Eck bestehen, parallel, aber um \frac{360^\circ}{2n} verdreht zueinander Ecke an Kante. Den Mantel bilden 2n gleichschenklige Dreiecke.

Ein einfaches Beispiel eines Antiprismas ist das Oktaeder, das sich als Antiprisma mit dreieckiger Grundfläche auffassen lässt. Das Oktaeder ist auch eine Bipyramide mit quadratischer Grundfläche.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Prisma_(Geometrie) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.