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Progesteron



Steckbrief
Name (INN) Progesteron
Wirkungsgruppe

Gestagene

Handelsnamen
  • Crinone®
  • Progestogel®
  • Utrogest®
Klassifikation
ATC-Code DA04
CAS-Nummer 57-83-0
Verschreibungspflichtig: Ja


Fachinformation (Progesteron)
Chemische Eigenschaften

IUPAC-Name: Pregn-4-en-3,20-dion
Summenformel C21H30O2
Molare Masse 314,47 g/mol

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Progesteron, auch Gelbkörperhormon genannt, ist ein weibliches Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene, welches vom Corpus luteum (Gelbkörper) in der zweiten Phase des Menstruationszyklus und, in wesentlich höheren Mengen, während der Schwangerschaft von der Plazenta gebildet wird. Geringe Progesteronmengen werden bei Frauen und Männern auch von der Nebennierenrinde synthetisiert.

Technisch wird es aus Stigmasterin (im Sojabohnenöl enthalten) synthetisiert.

Struktur

Progesteron ist ein Derivat des C21-Steroids Pregnan. Im menschlichen Organismus wird Progesteron aus Cholesterin synthetisiert.

Physiologie

Progesteron wird vor allem im Corpus luteum von den Granulosazellen und in der Plazenta synthetisiert und ausgeschüttet, in geringeren Mengen auch von anderen Geweben.

Die Ausschüttung des Hormons wird durch LH stimuliert. Die Freisetzung bewirkt eine für die Nidation benötigte Modifikation des proliferierten Endometriums, besonders der Lamina functionalis in die drüsenreiche und stark durchblutete Dezidua sowie eine Anpassung der Uterusmuskulatur an den wachsenden Embryo.

In manchen steroidproduzierenden Zellen der Gonaden fungiert das Progesteron als Ausgangsstoff für die Synthese von Androgenen und Estrogenen.

Progesteron wird zu Pregnandiol metabolisiert und nach Glucuronidierung über den Urin ausgeschieden.

Pathophysiologie

Erhöhte Progesteronwerte ergeben sich neben der Schwangerschaft vor allem bei Eierstocktumoren und beim adrenogenitalen Syndrom (AGS). Bei Zyklusstörungen und beim sog. Hypogonadismus, einer Unterentwicklung der Eierstöcke, ist die Progesteronkonzentration erniedrigt.

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