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Sauerstoffkorrosion



Bei der Sauerstoffkorrosion reagieren die in der Elektrolytlösung gelösten Sauerstoffmoleküle mit Wasser zu Hydroxid-Ionen, die dann mit dem Metall Oxide und Hydroxide bilden können. Das Rosten von Eisen ist beispielsweise eine Sauerstoff-Korrosion.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Unter interkristalliner Korrosion versteht man Kornzerfall, der bei nichtrostenden Stählen im Temperaturbereich von 400 bis 800 °C eintreten kann. Durch eine Temperaturerhöhung wie z. B. durch Schweißen etc. scheiden sich Chromcarbide oder -nitride auf den Korngrenzen aus. Die Matrix verarmt an Chrom und die Korrosionsbeständigkeit geht verloren. Der Kristallverband wird zerstört.

    Voraussetzung für die Sauerstoff-Korrosion:

  • neutrale oder alkalische Elektrolytlösung mit gelöstem Sauerstoff (z. B. Wasser an Luft)
  • das Metall-Redoxpaar muss ein geringeres Standardpotenzial als das Redoxpaar O2 / OH (U = 0,4 V) besitzen.

Ablauf

Der chemische Ablauf der Korrosion durch Sauerstoffkorrosion eines metallischen Werkstoffes erfolgt unter Einwirkung bzw. Verbrauch von Sauerstoff, d.h. der Sauerstoff wirkt als Oxidationsmittel. Dieser Mechanismus läuft vornehmlich in alkalischen und neutralen Lösungen.

Die Reduktion des Sauerstoffs kann mit folgender Formel beschrieben werden:

1/2\,O_2 \;+\; H_2O \;+\; 2\,e^-\;\rightarrow\;2\,OH^-

Beschreibung der Summenreaktion für ein einwertiges Metall:

2\,Me \;+\; 1/2\,O_2 \;+\; H_2O \; \rightarrow 2\,Me^+ \;+\; 2\,OH^-

Das typische Beispiel ist das Rosten von Eisen. Dieser Begriff, genauso wie der der Wasserstoffkorrosion, sind allerdings veraltet.

 
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