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Tails



In der Kerntechnik versteht man unter Tails (oder Tailsuran) das bei der Uran-Anreicherung anfallende abgereicherte Uran. Für dieses Material bestehen zur Zeit nur in sehr begrenztem Umfang weitere Verwendungsmöglichkeiten. An den Standorten der großen Anreicherungsanlagen in den USA, in Russland und in Frankreich haben sich in den letzten Jahrzehnten bereits mehrere hunderttausend Tonnen Tails angesammelt. Größtenteils sind diese als Uranhexafluorid in Tanks eingelagert. Da diese Verbindung aber die Tanks mit der Zeit korrodiert, ist für die Zukunft eine Umwandlung in Uranoxid und folgende Endlagerung angedacht.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Uran natürlicher Isotopenzusammensetzung („Natururan“) besteht aus etwa 99,3 % U-238 und 0,7 % U-235. Im Rahmen des Anreicherungsprozesses wird dieses Natururan in zwei getrennte Materialströme aufgeteilt:

  • Der mengenmäßig kleinere Teil besteht aus angereichertem Uran, bei dem im Falle von Leichtwasserreaktoren der Anteil des Isotops U-235 mit 3 bis 4 % deutlich höher ist als im Ausgangsmaterial. Dieses Material wird in der Fachsprache auch als „Product“ bezeichnet.
  • Den größeren Teil des erzeugten Materials bilden jedoch die „Tails“, bei denen der Anteil an U-235 nur noch bei etwa 0,2 bis 0,3 % liegt. Der Grad der Abreicherung kann unabhängig vom Anreicherungsgrad gewählt werden und hängt vor allem von wirtschaftlichen Überlegungen ab. Ist der Uranpreis niedrig, so lohnt sich eine allzu starke Abreicherung nicht.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Tails aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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