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Terbutalin



Steckbrief
Name (INN) Terbutalin
Wirkungsgruppe

Sympathomimetikum

Handelsnamen
Klassifikation
ATC-Code AC03CC03
CAS-Nummer 23031-25-6
Verschreibungspflichtig: ja


Fachinformation (Terbutalin)
Chemische Eigenschaften

IUPAC-Name: 5-(1-Hydroxy-2-tert-butylamino-ethyl)benzen-1,3-diol
Summenformel C12H19NO3
Molare Masse 225,284 g/mol

Terbutalin ist ein Sympathomimetikum, das zur Akutbehandlung jener Formen von Atemnot eingesetzt wird, die durch eine reversible Verengung der Atemwege gekennzeichnet sind, also vor allem Asthma bronchiale und chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Aufgrund seiner Wirkung auch auf die glatte Muskulatur des Uterus wird es auch zur Hemmung der Wehentätigkeit (Tokolyse) verwendet.

Als selektives β2-Sympathomimetikum handelt es sich um ein Bronchospasmolytikum, welches vorwiegend "per inhalationem" verabreicht wird.

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Inhaltsverzeichnis

Indikationen

Indikationen sind:

  • die symptomatische Behandlung des akuten Asthmaanfalls
  • die prophylaktische Anwendung bei belastungsinduziertem Asthma bronchiale
  • chronisch obstruktive Bronchitis
  • alsparenterale Anwendung zur Tokolyse bei Frühgeburtsbestrebungen

Wirkmechanismus

Entsprechend seinen Eigenschaften als β2-Mimetikum wirkt Terbutalin stärker auf die β2-Adrenozeptoren und damit auf die glatte Muskulatur der Bronchien, Blutgefäße und des Uterus als auf die beta1-Rezeptoren der Herzmuskulatur. So erklärt sich der Effekt, über eine Erschlaffung der Muskulatur zu einer Erweiterung der Endbronchien zu führen und damit den respiratorischen Widerstand zu senken und die Atemtätigkeit generell zu erleichtern bzw. die Wehentätigkeit zu hemmen.

Bei langdauernder Einnahme kann beobachtet werden, dass die Wirkung des Medikaments aufgrund einer Down-Regulation der Rezeptoren abnimmt.

Nebenwirkungen

Aufgrund der β2-Selektivität sind die Auswirkungen auf die Herztätigkeit vor allem bei Inhalation des Substanz gering. Eine Zunahme der Herzfrequenz kann auch als Gegenregulaton zur Erweiterung der peripheren Blutgefäße aufgefasst werden. Herzklopfen kann jedoch auftreten, das ebenso wie ein feinschlägiges Muskelzittern und tonische Krämpfe (Krampf für sympathomimetische Amine typisch ist. Ein Abfall des Serumkaliums ist möglich und zwingt zur Bestimmung des Kaliums vor Behandlungsbeginn.

Während die inhalative Gabe von Terbutalin zu weniger systemischen Nebenwirkungen als eine orale Einnahme oder parenterale Anwendung führen, sind allergische Reaktionen bei Inhalation häufiger: Quincke-Ödem, Urticaria, Urtikaria, Exantheme, Blutdruckabfall und Kollapszustände sind möglich, aber sehr selten.

Zu anderen möglichen Nebenwirkungen: siehe Beipackzettel

Handelsmarken und Darreichungsformen

In Österreich

  • Bricanylsulfat (oral; parenteral, pulmonal) (Hersteller: Astra)

In Deutschland ist es als BRICANYL bekannt. Bricanyl gibt es vor allem in flüssiger Form ( Einnahme oder Inhalator ) oder als 50 /100 Tabletten-Gläschen.

Terbutalinsulfat ist der Hauptbestandteil von Bricanyl.

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Terbutalin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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