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Treibacher Industrie AG



Die Treibacher Industrie AG ist ein Unternehmen der Chemischen Industrie mit Sitz in Treibach (Gemeinde Althofen) in Kärnten. Das 1898 von Carl Auer von Welsbach als Treibacher Chemische Werke gegründete Unternehmen beschäftigte im Jahr 2006 641 Mitarbeiter und erzielte 2004 einen Umsatz von 278 Millionen Euro.

Der Chemiker Carl Auer hatte bereits während seines Studiums mit Seltenen Erden experimentiert und nach seiner Promotion und der Rückkehr nach Wien 1885 den Glühstrumpf entwickelt – einen Glühkörper, der sowohl in Bezug auf den Verbrauch als auch Herstellungskosten einen wesentlichen Fortschritt für damals gebräuchliche Gasbeleuchtung bedeutete und wirtschaftlich ein Erfolg wurde.

Auer beschäftigte sich auch mit dem elektrischen Licht und ließ 1898 die erste brauchbare Metallfadenlampe patentieren. Im selben Jahr gründete er die Treibacher Chemischen Werke. Nach der Erfindung und Patentierung des Zündsteines, bestehend aus einer Legierung aus Cer und Eisen, nahm der Betrieb im Jahr 1903 die Produktion von Mischmetallen und Zündsteinen auf, ab 1907 wurden auch Feuerzeuge hergestellt.

Neben den heute noch unter dem Markennamen Auermetall produzierten Zündsteinen für Feuerzeuge – die Produktion stieg von 300 kg im Jahr 1908 auf 420 t im Jahr 1990 – stellt das Unternehmen Funktionskeramik, keramische Beschichtungen und Bauteile, Seltene Erden sowie Produkte für die Stahl- und Gießereiindustrie her. Die Produkte werden zu 90 % im Ausland abgesetzt, vorwiegend in Europa, aber auch im ostasiatischen Raum und in Nordamerika.

Die Treibacher Chemischen Werke firmieren seit 1994 unter dem heutigen Namen. Neben dem Produktionsstandort in Treibach produziert das Unternehmen seit 1996 auch in einem Werk in Ravne, Slowenien, wo die Niederlassung als Treibacher Auermet d.o.o. firmiert.

Ab 1990 im Besitz der Wienerberger Baustoffindustrie AG, wurde die Treibacher Industrie AG im Jahr 2000 für 126 Millionen Euro an den deutschen Industriellen August von Finck jr. verkauft.

 
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