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Triazine



 

Als Triazine wird eine Stoffklasse chemischer Verbindungen bezeichnet, deren Grundstruktur ein aromatischer Heterocyclus ist. Die meisten Triazine sind [1,3,5]Triazine, bei denen der Sechsring aus jeweils drei abwechselnd angeordneten Kohlenstoff- und Stickstoffatomen besteht.

Mehrere Triazine, wie Atrazin und Simazin, waren als wirksame Herbizide vor allem im Maisanbau weit verbreitet, sind aber heute aufgrund ihrer grundwassergefährdenden Persistenz in der EU verboten.

Auch zahlreiche andere bedeutsame chemische Zwischenprodukte enthalten die Triazinstruktur. So verwendet man zum Beispiel beim Färben mit Reaktivfarbstoffen Triazin als "reaktiven Anker": Der Farbstoff wird an den Triazinring gebunden, der dann mit der OH-Gruppe einer Zellulosefaser (Baumwolle) reagiert (unter HCl-Abspaltung). Dabei wird der Farbstoff über eine Atombindung fest an den Baumwollfaden gebunden, was eine hohe Waschechtheit hervorruft.

Beispielhafte Verbindungen

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Triazine aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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