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Trockner



  Ein Trockner ist ein Apparat, in dem das thermische Trennverfahren der Trocknung stattfindet. Grundlagen der Trocknung sind unter jenem Begriff zu finden. Vor die Trocknung ist oft eine mechanische Entfeuchtung geschaltet, da die mechanischen Verfahren energetisch meist wesentlich günstiger abschneiden.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Ein aus dem Haushalt bekanntes Gerät ist der Wäschetrockner.

Im Labor-Technikumsmaßstab werden meist Trockenschränke verwendet.

Technisch unterscheidet man chargenweise und kontinuierlich betriebene Trockner, außerdem nach Funktionsweise Kontakt- und Konvektionstrockner oder nach Bauart und Füllgut:

Kontakttrockner:

Das Gut wird durch Kontakt mit einer Heizfläche erhitzt, die Feuchtigkeit dadurch ausgetrieben. Es kann mit dieser ständig in Kontakt bleiben oder wird umgeschichtet. Es wird ggf. keine Luft benötigt, wenn die Feuchtigkeit im Vakuum über einen Kondensator abgeführt wird, bzw. die benötigte Luftmenge ist gering.

Bauarten von Kontakttrocknern:

  • Trommeltrockner: Das Gut wird in einem beheizten, rotierenden Drehrohr bewegt, Hubleisten an den Zylinderwänden sorgen für Durchmischung.
  • Taumeltrockner: Ähnliches Prinzip mit einem nicht rotationssymmetrischen Behälter.
  • Tellertrockner: mit beheizbaren Tellern auf meist mehreren Etagen, oft als Vakuumtrockner betrieben.
  • Schneckentrockner: Eine Förderschnecke transportiert das Gut an einer röhrenförmigen Heizfläche entlang. Verschiedene Bauarten für pastöse Güter, Granulate
  • Schaufeltrockner: Das Umschichten des Guts in einer röhrenförmigen Heizfläche geschieht durch Schaufeln
  • Zylindertrockner: bandförmige Güter (Papier, Textilien…) werden über beheizte Zylinder geführt. Oft werden diese durch Bandführungen oder Gurtbänder, die mitlaufen, stabilisiert.
  • Walzentrockner: Suspensionen und Schlämme werden auf langsam drehende, beheizte Walzen aufgetragen und nach dem Antrocknen mit Messern abgeschält.
  • Lyophilisator oder Gefriertrockner
  • Walzentrockner: Das angetrocknete Gut wird nach einer 3/4 Umdrehung der Walzen mit Schabern abgetragen und von Förderbändern wegtransportiert, Der Walzentrockner ist eine schnelle Art zu trocknen und eignet sich besonders für Pasten und Flüssigkeiten

Konvektionstrockner:

Das Trockengut kommt mit der heißen Trocknungsluft in Kontakt. Die Luft wird abgeführt und muss evtl. mit Staubabscheidern gereinigt werden, ggf. mit Rückführung der Luft nach Kondensieren der Feuchtigkeit.

Bauarten von Konvektionstrocknern (Beispiele):

  • Wirbelschichttrockner: Das Gut wird von unten durchströmt, in Schwebe gehalten und durchmischt. Wenn trocken, wird es durch die Luft ausgetragen.
  • Sprühtrockner: Die Suspension, Lösung, wird in den heißen Luftstrom versprüht (medizin. Wirkstoffe, Milch und Molke, Waschpulver..). Die erzeugten runden Partikel sind etwa 0,1 mm groß.
  • Düsenturmtrockner: Funktioniert wie ein Sprühtrockner, kann jedoch größere Partikel (Durchmesser: 0,3 mm) erzeugen. Oft ist ein Wirbelschichttrockner zur Nachtrocknung der großen Partikel nachgeschaltet.
  • Stromtrockner: für Güter, die sich pneumatisch fördern lassen während des Förderns
  • Mahltrockner: nutzt die Wärme beim Mahlen mit aus (z.B. für Braunkohle)
  • Hordentrockner: geschichtetes Gut wird überströmt
  • Trommeltrockner: wie oben, jedoch mit Luftdurchsatz
  • Tunneltrockner

Trockenlufttrockner

Trockner mit einer Trockenluft dessen Taupunkt bei unter -30°C liegt.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Trockner aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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