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Willard Frank Libby



Willard Frank Libby (* 17. Dezember 1908 in Grand Valley, Colorado; † 8. September 1980 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Chemiker. Libby war mit Leonor Hickey verheiratet und ab 1945 Vater zweier Zwillingstöchter.

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Leben und Werk

Libby studierte zwischen 1927 und 1933 Chemie an der University of California in Berkeley und begann im Anschluss eine wissenschaftliche Laufbahn. Zwischen 1941 und 1945 arbeitete er an der Columbia University am Manhattan-Projekt. Nach dem Krieg folgte er einem Ruf an die University of Chicago, wo er bis 1954 lehrte. Für die nächsten fünf Jahre war er als erster Chemiker Mitglied der US-Atomenergiekommission. 1959 kehrte er wieder an die University of California zurück, wo er bis zu seinem Ruhestand 1976 tätig war. Ab 1962 leitete er dort das Institut für Geo- und Weltraumphysik.

Libby war physikalischer Chemiker und beschäftigte sich mit Radioaktivität und Isotopenforschung. Während des 2. Weltkrieges arbeitete er mit Harold Clayton Urey an der Anreicherung von Uran. Am 6. Dezember 1946 stellte er eine Atomuhr vor, die mit der Eigenschwingung von Cäsium-Atomen arbeitete. Als ein Pionier der Radiochemie und Isotopenforschung entwickelte er 1948 bis 1950 die Radiokarbonmethode zur Datierung archäologischer Fundstücke, wenn diese organisches Material enthalten und zwischen 500 und 50.000 Jahre alt sind.

Libby erhielt zahlreiche Forschungspreise und Auszeichnungen, der wohl wichtigste war der Nobelpreis für Chemie 1960.

Schriften

  • Willard F. Libby: Radiocarbon Dating. University of Chicago Press, Chicago 1952
 
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