Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Epsomit



Epsomit
Bild eventuell bei Commons:Mineral
Chemismus MgSO4·7H2O
Mineralklasse Wasserhaltige Sulfate ohne fremde Anionen
VI/C.07-10 (nach Strunz)
29.6.11.1 (nach Dana)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-disphenoidisch \ 222
Farbe farblos, weiß, gelb-weiß, grün-weiß, rosa-weiß
Strichfarbe weiß
Mohshärte 2
Dichte (g/cm³) 1,68
Glanz Glasglanz bis Seidenglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch muschelig
Spaltbarkeit vollkommen nach {010}, deutlich nach {101}
Habitus kleine, nadelige oder faserige Kristalle, körnige Aggregate, Krusten
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung selten nach {110}
Kristalloptik
Brechzahl α=1,433 β=1,455 γ=1,461
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,028 ; zweiachsig negativ
Pleochroismus keiner
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 52
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Epsomit, auch bekannt unter seiner chemischen Bezeichnung Magnesiumsulfat-Heptahydrat, ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserhaltigen Sulfate ohne fremde Anionen. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Formel MgSO4·7H2O und entwickelt meist körnige Aggregate oder Krusten, seltener kleine, nadelige oder faserige Kristalle von weißer Farbe mit einem Stich ins gelbliche, grünliche oder rosafarbene. Auch farbloser Epsomit ist bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Benannt wurde Epsomit 1824 nach seinem ersten Fundort, dem englischen Ort Epsom. Bekannt und erstmals beschrieben wurde es aber bereits 1806 als Ablagerung in Verbindung mit dem in Epsom vorkommden Mineralwasser.

Bildung und Fundorte

Als Sekundärmineral entsteht Epsomit durch Oxidation von Eisensulfiden. Es bildet sich aber auch durch Ausfällung in Salzseen. Begleitet wird es neben anderen Mineralen von Halit (Steinsalz).

Fundorte sind unter anderem die Fumarole am Vesuv in Italien, sowie Bisbee/Arizona, Nevada und Mount Kruger/Washington in den USA.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale, Portal:Geowissenschaften

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
  • Prof. Dr. Martin Okrusch, Prof. Dr. Siegried Matthes: Mineralogie. 7. Auflage. Springer Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-540-23812-3
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Epsomit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.