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Clariant: Geplatzte Fusion und Abwehrschlacht kosteten mehr als 50 Millionen

15.02.2018

(dpa-AFX) Die Abwehrschlacht des Spezialchemiekonzerns Clariant gegen eine Zerschlagung durch den aktivistischen Investor White Tale ist ins Geld gegangen. Inklusive der Projektkosten für die ursprünglich geplante Fusion mit Huntsman habe man mehr als 50 Millionen Franken aufgewendet, erklärte Finanzchef Patrick Jany am Mittwoch. White Tale ist Clariant nun los; das Aktienpaket von 25 Prozent ist Ende Januar an die saudische Sabic gegangen.

Konzernchef Hariolf Kottmann betrachtet Sabic als "strategischen Ankeraktionär". Mit den Saudis sei man sich bereits heute in vielen Punkten einig, was die strategische Stoßrichtung angehe. Diese habe man denn auch in einer Absichtserklärung mit Sabic festgehalten. Darin enthalten sei auch eine Klausel bezüglich des Verzichts auf eine Vollübernahme von Clariant durch das saudische Unternehmen.

Eine endgültige schriftliche Vereinbarung zwischen Clariant und Sabic dürfte im Juni oder Juli unterzeichnet werden, und zwar dann, wenn die aufsichtsrechtlichen Bewilligungen vorliegen. Ob es dann auch zu einer Neuzusammensetzung des Verwaltungsrates kommt, mochte Kottmann heute noch nicht sagen. "Warten wir mal ab, bis der Vertrag unterschrieben wird."

Der neue Hauptaktionär ist auch der Grund, warum das ursprünglich für das Frühjahr versprochene Strategieupdate auf Sommer verschoben wurde. "Bis dahin haben wir viel Zeit für Diskussionen über mögliche Kooperationen", erklärte Kottmann.

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