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In diesen Branchen verdienen Frauen mehr als Männer

20.03.2018

Die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen schwankt sehr stark je nach Branche und Verdienstklasse. Auf Basis von 241.987 Vergütungsdaten hat das Vergleichsportal Gehalt.de ermittelt, dass Frauen nicht in allen Bereichen weniger verdienen als Männer. Dies gilt vor allem für die Freizeit- und Touristikindustrie. Untersucht wurden zwei Verdienstklassen – eine mit einem Jahreseinkommen von 30.000 Euro bis maximal 35.000 Euro, die andere umfasst Gehälter zwischen 55.000 Euro und 66.000 Euro (brutto) im Jahr.

Hier verdienen Frauen mehr als Männer

In geringer vergüteten Berufen aus der Tourismus- und Freizeitindustrie verdienen Frauen etwa 6 Prozent mehr als ihre männlichen Kollegen. Auch in öffentlichen Verwaltungen ermittelte Gehalt.de eine Lohnlücke von 3 Prozent zu Gunsten der weiblichen Beschäftigten. Es folgen Ingenieurbüros (-2,6 Prozent), die Chemiebranche (-1,7 Prozent) und Unternehmensberatungen (-1,3 Prozent). Anders verhält es sich jedoch in der Metallindustrie: Hier verdienen Arbeitnehmerinnen aus der gleichen Verdienstklasse fast 10 Prozent weniger als Männer. Auf dem zweiten Rang befinden sich die Medizintechnik und die Maschinenbaubranche mit jeweils 6,4 Prozent Lohnunterschied.

Größere Lohnlücke in besser bezahlten Berufen

In höher vergüteten Berufen mit einem Jahreseinkommen von bis zu 66.000 Euro ist die Lohnlücke in der Werbe- und PR-Branche am höchsten. Sie beträgt hier fast 13 Prozent. Knapp dahinter folgen das Gesundheitswesen mit 12,4 Prozent sowie die Logistik- und Transportbranche mit 10,7 Prozent. „Immer wieder stellen wir fest, dass in besser bezahlten Berufen die Lohnlücken deutlich weiter auseinander gehen“, sagt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Lediglich in der Tourismus- und Freizeitindustrie erhalten Frauen in dieser Verdienstklasse 4,2 Prozent mehr Gehalt als ihre Kollegen. “In der Tourismusindustrie sind viele Frauen beschäftigt, die oft über mehr Berufserfahrung verfügen als ihre männlichen Kollegen. Männliche Beschäftigte arbeiten meist nicht langfristig in einem Unternehmen der Tourismus-und Freizeitindustrie und wechseln eher die Branche“, so Bierbachweiter.

Die bereinigte und die unbereinigte Entgeltlücke

In Deutschland liegt die unbereinigte Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern bei über 20Prozent. Allerdings sagt der unbereinigte Wert wenig aus, da sehr unterschiedliche Stellenprofile miteinander verglichen werden. „Um eine bessere Aussage bezüglich der Entgeltlücke treffen zu können, haben wir unsere Daten nach diversen Parametern bereinigt. Beispielsweise haben wir nur Positionen miteinander verglichen, die in einer ähnlichen Gehaltsrange liegen, keine Führungsfunktionen innehaben und sich hinsichtlich Angebot und Nachfrage ähnlich verhalten“, so Bierbach abschließend. Der bereinigte Wert über alle Branchen und Verdienstklassen liegt laut Analyse bei 5,2 Prozent.

Entgeltlücke nach Branchen und Verdienstklassen

Verdienstklasse mit 30.000 -35.000 Euro (z.B. Sekretariat, Kundendienst, Verwaltung)  

Entgeltlücke

Metallindustrie

9,7%

Medizintechnik

6,4%

Maschinenbau

6,4%

Logistik, Transport

5,8%

Versicherungen

4,5%

Werbung/PR

3,9%

Immobilien

3,5%

Telekommunikation

2,7%

Autoindustrie

2,4%

Banken

1,8%

Gesundheitswesen

1,5%

Medien

0,2%

Energie

0,2%

Handwerk

0,1%

Großhandel

-0,5%

Lebensmittel

-0,6%

Unternehmensberatung

-1,3%

Chemie, Verfahrenstechnik

-1,7%

Ingenieurbüro

-2,6%

Öffentliche Verwaltung

-2,9%

Touristik, Freizei

-6,2%
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