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Abbau (Chemie)



Als Abbau oder Degradierung wird in der Chemie die stufenweise Zerlegung größerer Verbindungen in einfachere Stoffe bezeichnet.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Thermischer Abbau

Beim thermischen Abbau wird z. B. aus kristallwasserhaltigen Salzen durch langsame Erhöhung der Temperatur nach und nach das Kristallwasser abgespalten. Wird die Temperatur weiter gesteigert, kann es zu einer Zersetzung des wasserfreien Salzes kommen. Bei Carbonaten wird beispielsweise Kohlendioxid als gasförmiges Spaltprodukt abgegeben. Die Abbauprodukte können Aufschluss über die Zusammensetzung der Ausgangssubstanzen geben. Der thermische Abbau spielt daher in der Analytischen Chemie eine bedeutende Rolle.

Enzymatischer Abbau

Der Abbau komplexer Moleküle bei den Verdauungsvorgängen in Organismen wird oft durch Enzyme katalysiert. Daher werden die Abbaureaktionen in diesem Bereich als enzymatischer Abbau bezeichnet. Ein Beispiel ist der enzymatische Abbau von Proteinen zu Aminosäuren.

Biologischer Abbau

Der Abbau organischer Stoffe durch Mikroorganismen bzw. deren Enzymen, der Abfälle dem natürlichen Stoffkreislauf zuführt, wird allgemein biologischer Abbau genannt. Industriell hergestellte Chemikalien sind biologisch abbaubar, wenn sie durch biologischen Abbau aus der Umwelt entfernt und dem natürlichen Stoffkreislauf zugeführt werden. Zum Beispiel ist der überwiegende Teil der heute verwendeten Tenside biologisch abbaubar.

Substanzen werden als abbauresistent bezeichnet, wenn sie keinem biologischen Abbau unterliegen. Wenn sie auch durch sonstige chemische oder physikalische Prozesse nicht abgebaut werden, werden sie als persistent bezeichnet.

Siehe auch: Citratzyklus, Katabolismus, reduktive Dehalogenierung

 
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