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Alizarin-Aluminium-Calciumkomplex



Strukturformel
Allgemeines
Name Alizarin-Aluminium-Calciumkomplex
Andere Namen
  • Alizarin Krapplack (Al)
  • Aluminium(III)-1,2-Dihydroxyanthra-
    chinonkomplex
  • Calcium-di(1,2-dihydroxyanthrachinon)-
    aluminat(III)
Summenformel Ca[Al(C14H8O4)2]
CAS-Nummer
Kurzbeschreibung rotes Pulver
Eigenschaften
Molare Masse
Aggregatzustand fest
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R: ?
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Das Aluminium-Calciumkomplexsalz des Alizarins ist ein Vertreter der Krapplacke, die als traditionelle Farbmittel gelten.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Es ist ein monometallischer Chelatkomplex, der aus zwei Alizarinmolekülen als Liganden und einem Aluminiumion als Zentralteilchen besteht. Die Struktur wurde 1963 erstmals vorgeschlagen[1], ist jedoch bis heute nicht mit Sicherheit geklärt[2], so dass verschiedene Varianten in Veröffentlichungen verwendet werden (vgl. z. B.[3][4]). Die hier abgebildete Strukturformel ist dem Originalvorschlag entlehnt.

Verwendung

Umwelttechnisch lässt sich die Aluminium-Komplexierung durch Alizarin nutzen, um gelöstes Aluminium (toxisch) in Trinkwasser einfach und kostengünstig nachzuweisen[5].

Der Komplex ist ein traditionelles rotes Färberpigment[6], das im Einzelhandel unter der Bezeichnung „Alizarin Krapplack dunkel“ erhältlich ist. Es wird vor allem als Künstlerfarbe verwendet.

Quellen

  1. Kiel, E.G., Heertjes, P.M.: Metal complexes of alizarin. I. The structure of the calcium-aluminum lake of alizarin. In: J. Soc. Dyers Col. 79, 1963, S. 21–27.
  2. Zollinger, H.: Color Chemistry. Syntheses, Properties, and Applications of Organic Dyes and Pigments,S. 255. 3. Aufl., VHCH, Zürich 2003. ISBN 3-906390-23-3
  3. V. Ya. Fain et al.: Metal Complexes with Alizarin and Alizarin Red S: Electronic Absorption Spectra and Structure of Ligands. In: Russian Journal of Coordination Chemistry 30, Nr. 5, 2004, S. 365–370.
  4. E. J. Tiedemann, Y. Yang: Fiber-save extraction of red mordant dyes from hair fibers. In: Journal of the American Institute of Conservation (JAIC) 34, Nr. 3, 1995, S. 195-206.
  5. S. Bi, Z. Zhang: A.C. Oscillopolarographic determination of aluminum in natural and drinking waters using the adsorption of the Al(III)-1,2-Dihydroxyanthraquinone-3-sulfonic acid complex. In: Collect. Czech. Chem. Commun. 61, 1996, S. 1745–1753.
  6. W. Herbst, K. Hunger: Industrielle Organische Pigmente. Herstellung, Eigenschaften, Anwendung. 2. Aufl., Wiley-VCH, Weinheim 1995. ISBN 3527287442.
 
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