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Anthophyllit



Anthophyllit (Antophyllit)
Anthophyllit aus Tschechien
Chemismus (Mg,Fe2+)7Si8O22(OH)2
Mineralklasse Bandsilikate - Orthorombische Amphibole
VIII/F.12-060 (nach Strunz)
66.1.2.2 (nach Dana)
Kristallsystem Orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-dipyramidal \frac2m \frac2m \frac2m \!
Farbe weiß, gelb, hellgrün, hellbraun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 5,5 bis 6
Dichte (g/cm³) 3,4
Glanz Glasglanz bis matt
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch uneben bis muschelig
Spaltbarkeit gut
Habitus prismatische Kristalle, körnige, säulige und radialstrahlige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α=1,598-1,674 β=1,605-1,685 γ=1,615-1,697
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,017-0,023 ; zweiachsig positiv
Pleochroismus stark, hellgrün-braungrün-blaugrün
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Anthophyllit (früher Antophyllit) ist ein häufig vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Silikate, genauer ein Bandsilikat aus der Gruppe der orthorombischen Amphibole. Es kristallisiert im Orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Formel (Mg,Fe2+)7Si8O22(OH)2 und bildet prismatische Kristalle, körnige, säulige und radialstrahlige Aggregate in verschiedenen Farben, wobei Braun jedoch vorherrschend ist. Andere Farben wie Gelb, Grau, Weißen, Grün sind eingemischt, treten aber auch für sich auf. Die Kristalle glänzen glas- bis perlmutterartig und werden bei Verwitterung matt.

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Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Namensgebend war wegen seiner dunkelbraunen Farbe die Früchte der Gewürznelke, auch Mutternelke genannt, deren lateinischer Name Anthophylli lautet.

Bildung und Fundorte

Anthophyllit bildet sich metamorph in Gneis, Pegmatit und Serpentinit.

Fundorte sind unter anderem Bodenmais in Deutschland, Québec in Kanada, Snarum in Schweden und Heřmanov in Tschechien.

Verwendung

  Anthophyllit fand unter dem Namen Amphibolasbest Verwendung in der Bauindustrie (Asbestzement).

Siehe auch

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anthophyllit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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